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Der Vertrag von Michael Kohlmann als Chef des Davis Cup-Teams läuft aus
Der Vertrag von Michael Kohlmann als Chef des Davis Cup-Teams läuft aus © Getty Images

Nach dem Sieg gegen Portugal und dem Verbleib in der Weltgruppe ist die Zukunft von Teamchef Michael Kohlmann unklar. Eine Entscheidung soll aber "zeitnah" fallen.

Michael Kohlmanns Zukunft als deutscher Davis-Cup-Teamchef entscheidet sich "zeitnah" nach einer Analyse der Saison. Das bestätigte DTB-Vizepräsident Dirk Hordorff nach dem 3:2 in der Relegation gegen Gastgeber Portugal. "Boris Becker als Head of Men's Tennis und Sportdirektor Klaus Eberhard werden dem Präsidium einen Vorschlag machen, wie es weitergeht", sagte Hordorff, "und ich gehe davon aus, dass das Präsidium diesem Vorschlag folgen wird."

Kohlmann selbst ist sich trotz der gelungenen Teamleistung in Oeiras nicht sicher, ob er 2018 noch auf der Bank sitzen wird. "Sie müssen andere Leute fragen, ob überhaupt in Verhandlungen gegangen wird", sagte der 43-Jährige: "Ich habe einen gültigen Vertrag als Nachwuchstrainer beim DTB, im Davis Cup läuft er aus."

Langfristige Verträge nicht erwünscht

Das Präsidium "oder Boris, wie ich es jetzt mitbekommen habe", seien die richtigen Ansprechpartner für die Frage nach seiner Zukunft, sagte der frühere Doppelspezialist. Generell mache ihm die Arbeit mit dem Team, den Spielern und den Trainern Spaß, aber "es gibt schon ein paar Sachen, die man besprechen muss". Hordorff sagte: "So haben wir es jedes Jahr gehalten. Ich halte nichts von langfristigen Verträgen im kurzlebigen Profi-Geschäft."

Im Februar 2015 hatte Kohlmann das deutsche Davis-Cup-Team von Carsten Arriens übernommen. Dreimal nacheinander kassierte er mit seiner Mannschaft eine Niederlage in der ersten Runde, rettete aber in der Dominikanischen Republik (2015), gegen Polen (2016) und nun in Portugal den Klassenerhalt in der Weltgruppe der 16 besten Tennis-Nationen. Becker gehörte nach seinem Einstieg als Chef-Berater im DTB in Oeiras erstmals zur deutschen Delegation.

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