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Angelique Kerber verlor bei den Australian Open in Runde eins
Angelique Kerber verliert zum Auftakt gegen Australien © Getty Images

Den deutschen Frauen droht im ersten Fed-Cup-Duell des Jahres eine bittere Enttäuschung.

Zum Auftakt der Begegnung mit Australien unterlag Angelique Kerber in Stuttgart Jarmila Gajdosova 6:4, 2:6, 4:6.

Das zweite Einzel bestreiten Andrea Petkovic (Darmstadt/WTA-Nr. 12) und die frühere US-Open-Siegerin Samantha Stosur (Nr. 25).

Teamchefin Barbara Rittner war 90 Tage nach dem verlorenen Finale von Prag konsterniert angesichts der Leistung ihrer Spitzenspielerin.

"Sie hat heute einfach nicht ihr Tennis gespielt", sagte die Bundestrainerin bei Sat.1: "Nach dem Break zum 1:0 im dritten Satz war sie zu passiv, erst bei 1:4 hat sie wieder das gespielt, was sie kann."

Kerber selbst lobte ihre Gegnerin, die "unglaublich gespielt" habe.

"Ich habe gut angefangen, bin dann aber zu kurz geworden und habe ihr Rhythmus gegeben", meinte die Linkshänderin. Gajdosova, die Nummer 54 im Ranking, habe "einen Lauf geschoben".

Kerber kassierte bereits ihre dritte Niederlage im vierten Duell mit Gajdosova (Nr. 54).

Die Weltranglistenzehnte aus Kiel hatte noch beim Halbfinalsieg im vergangenen Jahr in Brisbane beide Einzel gegen Australien gewonnen.

Nach ihrer Erstrundenpleite beim Grand-Slam-Turnier in Melbourne wartet Kerber nun seit drei Wochen auf einen Sieg.

Dabei lief zu Beginn der Begegnung mit Gajdosova alles nach Plan - besonders bei Aufschlag Kerber.

Nur zwei Punkte gab die 27-Jährige im ersten Satz bei eigenem Service ab. Vizekanzler Sigmar Gabriel lehnte sich auf der Ehrentribüne entspannt zurück.

Nachdem Kerber im ersten Aufschlagspiel des zweiten Satzes zwei Breakbälle vergeben hatte, kippte jedoch die Partie.

Kerber verlor zusehends das Vertrauen in ihr Spiel, ihr Trainer Benjamin Ebrahimzadeh, der entgegen der Gepflogenheiten im Fed Cup aus der deutschen Box anfeuerte, sprang immer wieder auf und suchte den Blickkontakt zu seinem Schützling.

Seine Unterstützung half Kerber ebensowenig wie eine Toilettenpause vor dem entscheidenden Durchgang.

Bei einer Niederlage gegen Australien müssen die Vorjahresfinalistinnen in die Relegation (18./19. April).

Dort droht gegen mögliche Gegner wie die USA mit Serena und Venus Williams oder Rumänien mit Simona Halep der Abstieg aus der Weltgruppe.

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