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Julia Görges (l.) und Sabine Lisicki besprechen ein Aufschlagspiel
Julia Görges und Sabine Lisicki besprechen ihre Taktik im Doppel © Getty Images

Die DTB-Damen treffen in der Vorschlussrunde des Fed-Cups in Sotschi auf Russland. SPORT1 beantwortet im Vorfeld die wichtigsten Fragen rund um das Duell.

WAS NÄHRT DIE HOFFNUNGEN AUF DEN ZWEITEN FINALEINZUG IN FOLGE?

Vieles. In Maria Scharapowa fehlt Gastgeber Russland die Nummer zwei der Welt. Außerdem hat die deutsche Mannschaft das Momentum auf ihrer Seite. Angelique Kerber kam als frischgebackene Turniersiegerin von Charleston nach Sotschi und hat ihre wochenlange Formkrise beendet. Auch Andrea Petkovic (Halbfinale Charleston und Miami) und Sabine Lisicki (Halbfinale Indian Wells und Viertelfinale Miami) präsentierten sich zuletzt in glänzender Verfassung.

IST DIE DEUTSCHE MANNSCHAFT NACH DER ABSAGE VON SCHARAPOWA FAVORISIERT?

Ja. Scharapowa hat zwar zuletzt nicht überzeugen können, aber die bestverdienende Sportlerin der Welt (24,4 Millionen Euro per anno) hat auf Sand zwei ihrer insgesamt fünf Grand-Slam-Titel geholt und wäre auf jeden Fall für zwei Punkte gut gewesen. Nach dem verletzungsbedingten Verzicht von "La Schara" geht Swetlana Kusnezowa (WTA-Nr. 24) als russische Nummer eins ins Rennen, da auch Jekaterina Makarowa (Nr. 8) fehlt. Das zweite Einzel wird voraussichtlich Anastasia Pawljutschenkowa (Nr. 38) bestreiten. Drei der vier nominierten deutschen Spielerinnen stehen im WTA-Ranking besser als Kusnezowa.

WAS SPRICHT GEGEN DIE DEUTSCHE MANNSCHAFT?

Die verspätete Anreise von Anglique Kerber und Andrea Petkovic, die sich nach der Rückkehr aus Charleston mit der Zeitverschiebung plagen. Vor allen Dingen Kerber hat eine wahre Odyssee mit den Stationen Washington, Frankfurt, Posen, München und Istanbul hinter sich und trainierte am Donnerstagmittag das erste Mal in der Adler Arena. Zudem kam das Gepäck der deutschen Nummer zwei erst mit 26-stündiger Verspätung in Sotschi an.

WER SOLLTE DIE EINZEL SPIELEN?

Auf Teamchefin Barbara Rittner wartet eine schwierige Entscheidung. Sabine Lisicki hat in Sotschi stark trainiert und wirkt topfit und selbstbewusst. Zudem ist die Berlinerin im Gegensatz zu Angelique Kerber und Andrea Petkovic ausgeruht, da sie das Turnier in Charleston nicht gespielt hat. Petkovic war nach ihrem Halbfinal-Aus gegen Kerber einen Tag früher aus Charleston nach Hause gereist als Siegerin Kerber.

WAS KÖNNTE DER ZWEITE FINALEINZUG IN FOLGE BEWIRKEN?

Ein möglicherweise gesteigertes Interesse in der Heimat. Immerhin dürfte das Team von Bundestrainerin Barbara Rittner das Endspiel auf jeden Fall zu Hause bestreiten - egal, ob gegen Titelverteidiger Tschechien oder Frankreich. Das "Finale Dahoam" findet erst am 14./15. November statt. Zeit genug, um kräftig die Werbetrommel zu rühren. Mit guten Ergebnissen auf der WTA-Tour - und vielen Werbekampagnen.

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