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Germany v Switzerland - 2016 FedCup Day 2
Angelique Kerber schraubte die deutsche Führung gegen Ukraine nach oben © Getty Images

Julia Görges bringt Deutschland in der Fed-Cup-Relegation mit einem starken Auftritt in Führung. Angelique Kerber erhöht gegen die Ukraine souverän.

Geglückter Start für das deutsche Fed-Cup-Team: Angelique Kerber und Julia Görges haben Deutschland im Playoff-Duell gegen die Ukraine mit 2:0 in Führung gebracht.

Kerber hatte beim 6:1, 6:4 gegen Lesia Zurenko (WTA-Nr. 43) kaum Mühe und zeigte eine souveräne Leistung. Nach 69 Minuten verwandelte die 29-jährige Kerber den ersten Matchball.

"Das war heute Gänsehaut pur. Wir liegen jetzt 2:0 vorne - besser kann es nicht sein", sagte Kerber und meinte: "Ich hatte nicht den besten Start in die Saison. Aber ich genieße mein Tennis wieder."

Damit benötigt die Mannschaft von Bundestrainerin Barbara Rittner am Sonntag nur noch einen Sieg aus den noch ausstehenden drei Partien, um den ersten Abstieg aus der Weltgruppe seit 2012 zu verhindern.

Die zweimalige Major-Siegerin Kerber zeigte sich vor allen Dingen bei ihren Breakchancen effektiv und benötigte für den Gewinn des ersten Satzes nur 28 Minuten.

Görges mit starker Vorstellung

Im Eröffnungseinzel hatte die Weltranglisten-46. Julia Görges mit 4:6, 6:1, 6:4 gegen Jelena Switolina (WTA-Nr. 13) gewonnen und dabei eine ganz starke Vorstellung geboten. Görges verwandelte nach 2:02 Stunden ihren ersten Matchball.

"Ich war sehr nervös, hatte kalte Hände und Gänsehaut. Fed Cup ist halt immer etwas anderes", sagte die 28-Jährige und meinte: "Ich habe versucht, dass ich nach außen ruhig wirke. Innerlich war ich es aber nicht." 

Die 28-jährige Görges, die als zweite Einzelspielerin den Vorzug gegenüber Laura Siegemund (WTA-Nr. 37) erhalten hatte, startete hochkonzentriert und nutzte ihren dritten Breakball zu einer 3:1-Führung.

Danach schwächelte Görges vor rund 4000 Zuschauern in der Arena allerdings beim Service. Bezeichnenderweise gab sie jeweils mit einem Doppelfehler zweimal ihren Aufschlag ab und lag plötzlich 4:5 zurück. Kurz darauf verwandelte Switolina, die in dieser Saison bereits die Turniere in Dubai und Taipeh gewonnen hat, ihren ersten Satzball.

Starkes Comeback 

In der Folge steigerte sich Görges aber wieder. Die Stuttgart-Siegerin von 2011 dominierte die Grundlinienduelle und verringerte ihre Fehlerquote. Im Eiltempo holte sich die Norddeutsche in einer halben Stunde den zweiten Durchgang.  

Zu Beginn des dritten Satzes erlebte Görges eine Schrecksekunde, als sie nach dem letzten Punkt des ersten Spiels ausrutschte und unglücklich auf den Kopf fiel. Nach einer kurzen Behandlung von Teamarzt Ulf Blecker konnte sie aber weitermachen. "Die ersten beiden Spiele danach war ich etwas benebelt", berichtete Görges. 

Görges nahm Switolina in der Folge den Aufschlag zur eigenen 4:3-Führung ab und wehrte danach - angefeuert von den Fans - noch drei Breakbälle ab. 

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