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Tränen der Enttäuschung laufen der 28-Jährigen dabei über die Wangen
Tränen der Enttäuschung laufen der 28-Jährigen dabei über die Wangen © getty

Die chinesische Tennisspielerin Peng Shuai hat wenige Stunden nach ihrem Zusammenbruch im Halbfinale der US Open Entwarnung gegeben.

"Mir geht es wieder besser", sagte die 28-Jährige, die im Match gegen Caroline Wozniacki beim Stand von 6:7 (1:7), 3:4 aufgegeben hatte. Peng erklärte, sie habe in der Mittagshitze von New York Krämpfe bekommen: "Ich wollte aber nicht aufgeben, ich wollte es weiter versuchen."

Der Zusammenbruch hatte für Aufregung gesorgt. Tennis-Legende John McEnroe kritisierte die Entscheidung, Peng zurück auf den Platz zu lassen, mit heftigen Worten: "Wenn ich diese Bilder sehe, wird mir schlecht", sagte McEnroe beim TV-Sender "CBS": "Das ist eine schwarze Stunde für unseren Sport."

Peng war nach zehnminütiger Behandlung in der Kabine ins Stadion zurückgekehrt.

"Der Arzt hat gesagt, dass ich nicht mehr rausgehen soll, weil ich nicht gut aussehe. Aber ich wollte nicht aufgeben", sagte die 28-Jährige: "Ich wusste, dass ich nicht lange durchhalten würde, aber ich wollte es noch einmal versuchen."

Sechs Punkte spielte sie noch, bevor sie die Partie schließlich unter Tränen abbrach.

In einem Rollstuhl wurde Peng vom Platz geschoben.

"Mein Körper war aufgehitzt und ich konnte schlecht atmen", sagte die Halbfinal-Debütantin. Ob sie selbst oder der Arzt die Entscheidung zum Abbruch getroffen habe, konnte Peng nicht mehr sagen: "Vielleicht wollten sie nicht, dass ich auf dem Platz sterbe."

Turnierdirektor David Brewer sagte später: "Sie wollte unbedingt auf den Platz zurück, und sowohl der Physiotherapeut als auch der Arzt waren der Meinung, dass sie sich damit nicht in Gefahr begibt. Sie ist eine perfekt austrainierte Sportlerin, sie kennt ihren Körper besser als jeder andere."

Peng hatte sich im Alter von 13 Jahren einer Herzoperation unterziehen müssen, davon wusste auch Wozniacki, die im Endspiel am Sonntag auf Serena Williams (USA) trifft.

"Als sie das zweite Mal zusammengebrochen ist, sah das wirklich nicht gut aus", sagte die Dänin, "da hab ich mir schon Sorgen gemacht".

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