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Paris - Andrea Petkovic folgt im Eiltempo Julia Görges in die zweite Runde der French Open. Anna-Lena Friedsam siegt und trifft auf einen Superstar. Bei den Herren verabschiedet sich Michael Berrer.

Nur ein blau-pinker Tapeverband am rechten Oberschenkel erinnerte an die Sorgen der vergangenen Tage.

Weitere Anzeichen von Schwäche ließ Andrea Petkovic in ihrem Auftaktmatch bei den French Open nicht erkennen.

Die Zerrung behinderte sie gegen die Amerikanerin Shelby Rogers jedenfalls nicht mehr, mit 6:2, 6:1 zog Petkovic nach nur 53 Minuten Spielzeit souverän in die zweite Runde von Paris ein  (Service: Spielplan und Ergebnisse).

Petkovic: "Anfangs wie auf Eiern gelaufen"

Dort trifft die Halbfinalistin des Vorjahres auf ihre Fed-Cup-Kolleginnen. Nachdem Angelique Kerber und Sabine Lisicki bereits am Montag den Sprung unter die besten 64 geschafften hatten, zog Julia Görges nach. Die Weltranglisten-72. aus Bad Oldesloe setzte sich gegen Coco Vandeweghe 6:2, 5:7, 6:1 durch.

"Ich war sehr nervös am Anfang, weil ich nicht wusste, wie sich mein Bein verhält", sagte Petkovic: "Anfangs bin ich wie auf Eiern gelaufen. Nach zwei erlaufenen Stops habe ich mich sicher gefühlt. Es ist noch nicht perfekt, aber gut genug."

Petkovic nutzt Schonfrist

Noch am Samstag hatte Petkovic mit ihrem Schicksal gehadert, erst setzte sie ein verdorbener Lachs, dann ein falscher Schritt beim Vorbereitungsturnier in Nürnberg außer Gefecht.

Ihre zwei Tage Schonfrist zu Beginn der French Open nutzte die 27 Jahre alte Darmstädterin jedoch erfolgreich, um ihre Genesung voranzutreiben. "Ich habe zu Gott, Jesus, Buddha und Allah gebetet, dass ich einen Start am Dienstag bekomme. Ich habe sehr viel Glück gehabt."

Auch in der nächsten Runde gegen Lourdes Lino Dominguez (Spanien) sollte Petkovic nicht an ihre Grenzen gehen müssen. Die Chancen, dass der Oberschenkel noch in Paris vollständig heilt, stehen also gar nicht so schlecht.

Görges vor großer Herausforderung

Auf Julia Görges wartet derweil in der zweiten Runde eine große Herausforderung, die 26-Jährige trifft auf die ehemalige Weltranglistenerste Caroline Wozniacki aus Dänemark.

"Sie ist eine harte Nuss, aber sie kann sich bestimmt auch eine angenehmere Gegnerin als mich in der zweiten Runde vorstellen", sagte Görges selbstbewusst.

Siebenmal standen sich beide bereits gegenüber, dreimal gewann Görges - auch die beiden Duelle auf Sand 2011 in Madrid und im Finale von Stuttgart entschied sie für sich.

Friedsam rundet erfolgreichen Tag ab

Als siebte und letzte deutsche Spielerin qualifizierte sich auch Anna-Lena Friedsam (Neuwied) für die zweite Runde und folgte damit den Jungspunden Carina Witthöft und Annika Beck.

Die 21 Jahre alte Friedsam gewann beim 6:2, 4:6, 6:4 gegen Alexa Glatch (USA) ihr erstes Grand-Slam-Match überhaupt und darf sich nun auf ein Duell mit dem topgesetzten Superstar Serena Williams aus den USA freuen.

Berrer scheitert an Chardy

Am Dienstag scheiterte Routinier Michael Berrer bei seinem letzten Auftritt in Roland Garros.

Der 34 Jahre alte Qualifikant aus Stuttgart unterlag dem Franzosen Jeremy Chardy 6:4, 3:6, 4:6, 4:6 (Service: Spielplan und Ergebnisse).

Spätestens zu Beginn des kommenden Jahres wird Berrer seine Tennis-Karriere beenden.

Nadal meistert Auftakthürde mühelos

Den ersten Schritt auf dem langen Weg zu seinem zehnten Titel in Paris ging derweil der formschwache Rekordchampion Rafael Nadal.

Der Sandplatzkönig aus Spanien ließ dem 18 Jahre alten Franzosen Quentin Halys beim 6:3, 6:3, 6:4 keine Chance und trifft nun auf seinen Landsmann Nicolas Almagro.

Nadal gelang sein 67. Sieg im 68. Match bei den French Open in 1:50 Stunden Spielzeit. Seine einzige Niederlage auf dem "terre battue" in Paris liegt sechs Jahre zurück, 2009 verlor er im Achtelfinale gegen den Schweden Robin Söderling.

Djokovic souverän - Bouchard scheitert

Ebenfalls ohne Satzverlust in Runde zwei steht Branchenprimus Novak Djokovic. Der Serbe setzte sich gegen den Finnen Jarkko Nieminen 6:2, 7:5, 6:2 durch.

Ausgeschieden ist dagegen Jungstar Eugenie Bouchard aus Kanada. Die Halbfinalistin des Vorjahres unterlag der Französin Kristina Mladenovic 4:6, 4:6 und setzte damit ihren Abwärtstrend der vergangenen Monate fort.

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