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2015 French Open - Day Two
Angelique Kerber zog als dritte Deutsche in die dritte Runde der French Open ein © Getty Images

Angelique Kerber zieht als dritte deutsche Spielerin in die dritte Runde der French Open ein. Zuvor profitiert Lisicki von der Aufgabe ihrer Gegnerin. Auch Beck jubelt.

Ein Frauen-Trio mit Angelique Kerber an der Spitze hat ein weiteres Kapitel der deutschen Erfolgsgeschichte bei den French Open 2015 in Paris geschrieben.

Am vierten Turniertag deutete sich an, dass die diesjährige Auflage in Roland Garros eine besondere für die deutschen Tennisprofis werden kann.

"Für das deutsche Tennis kann es im Moment gar nicht besser laufen", sagte Mitfavoritin Kerber, die sich nach ihren Rückenproblemen "schon wieder sehr nah an den 100 Prozent" ihrer Leistungsfähigkeit sieht. Nur 70 Minuten benötigte die Weltranglistenelfte beim 6:3, 6:2 gegen die Australierin Ajla Tomljanovic (DATENCENTER: Ergebnisse Damen).

Neben der Kielerin zogen auch Sabine Lisicki und - erstmals bei einem Grand Slam - Annika Beck in die Runde der besten 32 Spielerinnen ein. Vier Deutsche, darunter auch Andrea Petkovic, spielen zudem am Donnerstag: Zumindest mannschaftlich waren die DTB-Damen in Paris seit mehr als 20 Jahren nicht mehr so stark vertreten.

Auch Beck mühelos weiter

Ebensowenig Probleme wie Kerber mit Tomljanovic hatte Annika Beck beim 6:2, 6:2 gegen die polnische Qualifikantin Paula Kania.

Kerber trifft nun auf die starke Spanierin Garbine Muguruza, Nummer 21 im Ranking, Beck bekommt es mit Elina Switolina (Ukraine/Nr. 19) zu tun.

"Im Moment läuft alles sehr rund für mich", sagte die 21-Jährige aus Bonn, die vor den French Open in dieser Saison kein einziges Match auf Sand gewonnen hatte.

Lisickis Gegnerin gibt auf

Ihren Negativtrend umgekehrt hat auch Sabine Lisicki, die am Mittwochvormittag allerdings nur eine kurze Schicht auf der ungeliebten Asche absolvieren musste. Die Weltranglisten-19. aus Berlin profitierte nach dem ersten Satz (6:1) von der Aufgabe ihrer Gegnerin Daria Gavrilova (Australien).

Im ersten Durchgang sei für sie gar nicht zu erkennen gewesen, dass ihre Gegnerin an den Bauchmuskeln verletzt war, meinte Lisicki später. "Ich habe die Punkte taktisch sehr gut ausgespielt, war variabel und habe von vorne bis hinten gut durchgezogen", sagte die 25-Jährige zufrieden.

Tatsächlich zeigte Lisicki, wozu sie im Stande ist. Sie diktierte die Partie mit einer Mischung aus Powertennis und gefühlvollen Stops, Netzangriffen und Winkelspiel.

Großen Anteil am Erfolg - erst zum zweiten Mal nach 2013 steht sie in Runde drei der French Open - schreibt sie ihrem Trainer Christopher Kas zu. "Er lernt mein Spiel immer besser kennen. Wir reden viel und verstehen und immer besser", sagte Lisicki.

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