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Rafael Nadal und Novak Djokovic treffen im Viertelfinale aufeinander © Getty Images / SPORT1

Paris - Es ist das ultimative Duell der French Open: Rekordchampion Rafael Nadal trifft auf Top-Favorit Novak Djokovic. In der wichtigsten Statistik liegt Nadal vor dem serbischen Dominator.

Für Novak Djokovic ist es "die größte Herausforderung in Paris", für Rafael Nadal "das härteste Viertelfinale" seiner Karriere in Roland Garros.

Am Mittwoch treffen sich der beste Tennisspieler der Gegenwart und der Sandplatzkönig zum ultimativen Duell bei den French Open (SERVICE: Die Ergebnisse der Männer). Viel zu früh für den Geschmack der beiden Hauptdarsteller.

"Es fühlt sich anders an als sonst. Ich bin es nicht gewohnt, so früh gegen ihn zu spielen", sagte der Weltranglistenerste Djokovic.

Nadal: "Nicht das Match des Jahres"

Dauerrivale Nadal bemühte sich, die Brisanz aus der Begegnung zu nehmen: "Es ist nicht das Match des Jahres. Der Sieger wird nicht der Champion von Roland Garros sein. Er steht nur im Halbfinale. Das macht einen großen Unterschied."

 Für Altmeister und TV-Experte John McEnroe ist es allerdings "das größte Viertelfinale, das es in der Tennisgeschichte je gegeben hat". Die serbische Boulevardzeitung Blic schrieb von einem "historischen Showdown", und die spanische Marca wartet "voller Spannung" auf das Match.

"Das Match, das die Welt sehen will"

Auch die Tennis-Kollegen sind fasziniert. "Das ist das Match, das die ganze Welt sehen will. Und ich zuerst", sagte der Franzose Richard Gasquet, im Achtelfinale das vierte Dreisatz-Opfer des bislang alles überragenden Djokovic.

Für die Wettanbieter und viele Experten ist der Schützling der deutschen Tennis-Ikone Boris Becker der klare Favorit, immerhin ist Djokovic seit 26 Matches ungeschlagen und hat Nadal in Monte Carlo bereits auf Sand bezwungen.

All seine Konzentration gilt dem Coupe de Mousquetaires, der seine Titelsammlung bei den vier Grand-Slam-Turnieren vervollständigen würde.

Statistik spricht für Nadal

Allerdings hat Nadal alle sechs bisherigen Begegnungen in Roland Garros gewonnen, in den vergangenen zehn Jahren holte er neun Titel in Paris.

Auch die jüngste Formschwäche mit ungewöhnlich vielen Niederlagen (fünf) auf seinem Lieblingsbelag und dem Sturz auf Platz sieben der Weltrangliste, scheint er überwunden zu haben.

TENNIS-FRA-OPEN
Rafael Nadal gewann die French Open bereits neun Mal © Getty Images

Erst am Montag gegen Jack Sock aus den USA gab Nadal seinen ersten Satz im Turnierverlauf ab, dennoch holte er souverän Sieg Nummer 70 im 71. Match auf der Anlage am Bois de Boulogne. Die einzige Niederlage gegen den Schweden Robin Söderling liegt bereits sechs Jahre zurück.

Über die Bedeutung ihrer 44. Begegnung - kein Match hat es in der Ära des Profitennis häufiger gegeben - sind sich beide einig. Nur in der Frage, wer denn die bessere Ausgangsposition besitze, gehen die Meinungen auseinander.

Großer Respekt auf beiden Seiten

"Die Bedingungen passen sehr gut zu seinem Spiel. Er liebt es, auf dem Chatrier zu spielen", sagte Djokovic.

"Novak ist ohne Zweifel der beste Spieler im Moment, er ist so dominant. Wahrscheinlich glaubt doch jeder hier genauso wie ich, dass er der Favorit ist", sagte Nadal, der am Mittwoch seinen 29. Geburtstag feiert.

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