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Day Nine: The Championships - Wimbledon 2015
Roger Federer ließ sich auch von Regenpausen nicht aus dem Rhythmus bringen © Getty Images

Roger Federer macht in Wimbledon mit dem Franzosen Gilles Simon kurzen Prozess. Ein beeindruckende Serie des Schweizers endet, nun wartet Lokalmatador Andy Murray.

Roger Federer steht zum zehnten Mal im Halbfinale von Wimbledon. Der siebenmalige Titelträger aus der Schweiz gewann gegen den Franzosen Gilles Simon nach 1:34 Stunden Spielzeit 6:3, 7:5, 6:2.

Am Freitag spielt Federer gegen den Briten Andy Murray um den Einzug ins Endspiel. Der Weltranglistendritte feierte beim 6:4, 7:5, 6:4 gegen den Kanadier Vasek Pospisil seinen 150. Sieg bei einem Grand Slam.

Federer gab im zweiten Satz erstmals seit drei Wochen und 116 gewonnenen Aufschlagspielen nacheinander sein Service ab, doch weder der returnstarke Simon noch zwei Regenpausen brachten ihn vom Weg ins Halbfinale ab. Beeindruckend, wie Federer nach der zweiten Unterbrechung bei 6:5 im zweiten Satz zurückkam: Erst gewann er den Satz mit einem Service-Winner und zwei Assen, dann nahm er Simon dessen erstes Aufschlagspiel in Satz drei ab.

"Dieses Stop-and-Go ist nie leicht, dazu war es noch sehr windig", sagte Federer: "Doch ich habe die Pausen zu meinem Vorteil genutzt, sie haben mir sogar geholfen." Das Break im zweiten Satz nahm der 33-Jährige entspannt zur Kenntnis: "In diesem Spiel war er besser als ich, damit kann ich gut leben."

Federer feierte seinen sechsten Sieg im achten Duell mit dem drei Jahre jüngeren Simon, der zum ersten Mal in seiner Karriere im Viertelfinale von Wimbledon stand. Im vergangenen Jahr hatte Federer das Endspiel des bedeutendsten Tennisturniers der Welt gegen den Serben Novak Djokovic in fünf Sätzen verloren. Den letzten seiner bislang 17 Majortitel hatte der Rekordchampion 2012 in Wimbledon gewonnen.

Für Murray ist es das sechste Halbfinale bei seinem Heim-Grand-Slam. Den Matchball gegen Pospisil verwandelte er nach 2: 13 Stunden Spielzeit unter dem geschlossenen Dach des Centre Court. 2013 hatte Murray den Wimbledonfluch durchbrochen und als erster Brite seit Fred Perry vor 77 Jahren den Titel gewonnen. 

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