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Western & Southern Open - Day 9
Serena Williams wird bei den US-Open noch mehr unter Beobachtung stehen als sonst © Getty Images

Für Bundestrainerin Barbara Rittner ist Serena Williams auf ihrem Weg zum Kalender-Grand-Slam nicht zu stoppen - außer die eigene Gesundheit macht der Branchenführerin aus den USA einen Strich durch die US-Open-Rechnung.

"Das könnte sicher ein Problem werden", sagte Rittner der FAZ: "Sie wird bei diesen US Open ja den größten Stress ihrer Karriere erleben."

Williams hat in New York (31. August bis 13. September) die Chance, zweimal mit der deutschen Tennis-Legende Steffi Graf gleichzuziehen.

Die 33-Jährige greift nach Grafs Open-Era-Bestmarke (22 Majortitel) - und nach ihrem fünften Majortriumph in Serie. Gewinnt sie zum siebten Mal in Flushing Meadows, wäre sie die erste Spielerin seit Graf 1988, die alle vier Grand-Slam-Titel in einer Saison holt.

"Alle werden auf sie schauen, sie wird reihenweise die Night Session spielen vor ausverkauftem Haus", sagte Rittner, die darin Williams größte Angriffsfläche sieht: "Jede kleinste Kleinigkeit wird durch Stress natürlich aufgebauscht und verstärkt sich. Wenn es sie also gesundheitlich richtig umhauen könnte, dann dort."

Bleibt Williams fit, ist sie für Rittner nicht zu schlagen. "Sie kann immer den entscheidenden Gang zulegen, wenn es brenzlig wird, egal, was vorher war", sagte die 42-Jährige: "Das ist wie bei Steffi Graf - wenn es eng wird, marschiert auch Serena noch mal weiter."

Rittner spricht aus eigener Erfahrung. Zweimal, in Wimbledon 2001 und bei den French Open 2003, verlor sie chancenlos gegen Williams.

"In Wimbledon hat sich das so angefühlt wie im Training gegen einen Mann. Man weiß, man hat sowieso keine Chance, weil sie so dominant mit Aufschlag und Return gespielt hat", sagte die ehemalige Nummer 24 der Weltrangliste: "Da blieb immer nur die Hoffnung, dass sie ein paar Fehler mehr macht, aber ansonsten war das einfach erdrückend." 

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