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Angelique Kerber steht bei den Australian Open in der zweiten Runde
Angelique Kerber steht bei den Australian Open in der zweiten Runde © Getty Images

Melbourne - Angelique Kerber bringt sich in der ersten Runde von Melbourne selbst in Nöte und muss bei ihrem Marathon-Fight gegen Misaki Doi sogar einen Matchball abwehren.

Einen Tag nach ihrem 28. Geburtstag wurde Angelique Kerber zur "Drama Queen" von Melbourne: Die deutsche Nummer 1 verkrampfte, haderte, fluchte - und behielt im entscheidenden Moment ihrer Auftaktpartie bei den Australian Open dann doch die Nerven.

"Als ich den Matchball gegen mich hatte, habe ich den Reiz gespürt, jetzt alles zu drehen", sagte Kerber nach dem 6:7 (4:7), 7:6 (8:6), 6:3 gegen Misaki Doi (Japan) über die Schlüsselszene der Partie, die 2:41 Stunden dauerte.

Ein direkter Aufschlagwinner beim Stand von 5:6 im Tiebreak des zweiten Durchgangs bewahrte die Kielerin vor ihrem zweiten Erstrunden-K.o. in Melbourne in Folge.

Jetzt gucken, wie es richtig gut geht 

"Jetzt ist die Erleichterung viel größer als der Frust über meine Leistung", sagte die Weltranglistensechste Kerber, die nach dem holprigen Start gleich eine Anweisung ihres Coaches Torben Beltz bekam: "Wir wollen uns auf Video ein Spiel anschauen, in dem ich richtig gut war. Damit ich lockerer werde, denn eigentlich kann ich es ja."

Angeführt von Kerber und Lisicki stehen insgesamt acht deutsche Profis (sieben Frauen, ein Mann) in der zweiten Runde der "Aussie Open" - sieben blieben bislang auf der Strecke.  

"Manchmal braucht man so ein Spiel"

Kerber hatte bei ihrem Zittersieg mit Rückenbeschwerden zu kämpfen. "Aber ich regeneriere schnell", meinte die Linkshänderin, die den erste Satz trotz einer 4:0-Führung verlor.

Auch Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner war erleichtert über das Weiterkommen ihrer Hoffnungsträgerin. "Angie hat total verkrampft gespielt. Aber sie konnte sich auf ihren Kampfgeist verlassen", sagte Rittner: "Und manchmal braucht man so ein Spiel, um locker zu werden."

Nächste Gegnerin von Kerber ist am Donnerstag die Rumänin Alexandra Dulgheru. "Ich muss besser spielen, ich kann mich nur noch verbessern", weiß Kerber.

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