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TENNIS-AUS-OPEN
Angelique Kerber ist die dritte Deutsche im Achtelfinale der Australian Open © Getty Images

Angelique Kerber marschiert im Eiltempo ins Achtelfinale der Australian Open, die deutschen Damen stehen so gut da wie seit Steffi Grafs Zeiten nicht mehr.

Angelique Kerber hat als dritte deutsche Spielerin das Achtelfinale der Australian Open erreicht und für die beste Melbourne-Bilanz der deutschen Frauen seit 1988 gesorgt.

Die an Position sieben gesetzte Kielerin zeigte beim 6:1, 6:3 in 57 Minute gegen Madison Brengle (USA) eine souveräne Leistung und trifft nun in der Runde der letzten 16 am Montag auf Annika Beck.

Die Weltranglisten-55. aus Bonn hatte sich zuvor mit 6:0, 6:4 gegen Laura Siegemund durchgesetzt.

Damit steht beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres erstmals seit 2011 auf jeden Fall eine Deutsche im Viertelfinale.

So gut wie seit Grafs Zeiten nicht mehr

Auch die ungesetzte Anna-Lena Friedsam hat am Sonntag die Chance, mit einem Überraschungscoup gegen Agnieszka Radwanska (Polen/Nr. 4) in die Runde der letzten Acht vorzustoßen.

1988 hatten in Melbourne neben Steffi Graf auch Claudia Kohde-Kilsch, Sylvia Hanika und Claudia Porwik im Achtelfinale gestanden.

Kerber im Eiltempo

Hoffnungsträgerin Kerber, die in ihrem Auftaktmatch sogar einen Matchball abwehren musste, war nach ihrem Sieg im Eiltempo zufrieden.

"Jedes Spiel läuft es besser. Ich hatte heute vom ersten Ballwechsel an meinen Rhythmus", sagte die Linkshänderin, die erstmals seit Juli 2014 wieder in der Runde der letzten 16 bei einem Grand-Slam-Tournament steht.

Auch Beck war nach ihrem "Riesenerfolg" glücklich: "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen. Aber eigentlich kann ich es noch gar nicht glauben", sagte die 21-Jährige, die gegen Siegemund die ersten neun Spiele gewann: "Bis dahin habe ich ein perfektes Match gespielt und hatte einen Tunnelblick."

Rückenprobleme bei Beck

Beck zeigte auf Showcourt 2 zunächst eine hochkonzentrierte Leistung und gab erst das zehnte Spiel des Matches ab. "Ich habe es nicht hinbekommen, meine Strategie umzusetzen. Das ist unerklärlich und darf nicht passieren", sagte Siegemund.

Die 27 Jahre alte Psychologie-Studentin nahm sich nach dem Fehlstart eine medizinische Auszeit wegen Rückenbeschwerden und kam in der Folge besser ins Spiel. Das letztlich entscheidende Break gelang Beck dann zum 5:4.

Die Bonnerin hatte zuvor noch nie im Achtelfinale eines Major-Turnieres gestanden. "Damit hatte ich im Vorfeld auch nicht gerechnet", meinte Beck und fügte mit Blick auf das Duell mit Kerber an: "Jetzt bin ich im nächsten Match auf jeden Fall nicht die Favoritin."

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