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BNP Paribas Masters - Day Seven
Andy Murray verlor in 2015 jedes Finale gegen Novak Djokovic © Getty Images

Andy Murray trifft im Endspiel der Australian Open auf Novak Djokovic und ist klarer Außenseiter. Der Schotte glaubt an sich, ein Anruf könnte die Partie platzen lassen.

Im Finale der Australian Open kommt es am Sonntag zum nächsten Kapitel in einer langen Rivalität zweier Superstars. Einer langen, aber vor allem einseitigen Rivalität.

Andy Murray fordert den Branchenprimus Novak Djokovic und geht einmal mehr als klarer Außenseiter in das Titel-Match.

Im vergangenen Jahr waren die Endspiele, in denen er sich mit dem "Djoker" konfrontiert sah,  für den Schotten die reinste Tortur. In insgesamt knapp zehn Stunden stand er dem Weltranglistenersten 2015 gegenüber - der Ausgang war immer derselbe. Djokovic jubelte, Murray gratulierte zähneknirschend.

Die Hoffnung hat Murray aber auch vor dem nächsten Finale nicht aufgegeben. Im Gegenteil, die aktuelle Nummer zwei der Welt sieht sich gut gerüstet. "Ich habe eine gute Chance am Sonntag zu gewinnen, wenn ich mein bestes Tennis spiele. Ich muss es lange genug zeigen, dessen bin ich mir bewusst."

Bewusst ist ihm auch, dass nur die wenigsten mit seinem Sieg rechnen. Es interessiert ihn aber auch nicht sonderlich. "Ich muss einfach an mich selbst glauben, einen klaren Plan haben und ihn dann hoffentlich auch ausführen", sagte Murray, der in 30 Spielen gegen Djokovic nur neun Mal triumphierte.

Alles Taktieren könnte aber auch sehr schnell hinfällig werden. Denn so sehr Murray seinen Rivalen auch besiegen will, der Showdown wird womöglich zur Nebensache. Nämlich dann, wenn das Handy klingelt und Murray hochschwangere Frau Kim auf dem Weg zum Krankenhaus anruft. Murray kündigte bereits an, in diesem Fall Tennis Tennis sein lassen zu wollen und in den nächsten Flieger zu steigen.

Es wäre definitiv ein denkwürdiges Kapitel in der langen Rivalität zwischen Murray und Djokoivc. 

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