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Julia Görges
Auch Julia Görges verpasst den Sprung ins die dritte Runde © Getty Images

Die deutschen Tennis-Damen erleben bei den French Open einen schwarzen Donnerstag: Nach Petkovic und Maria scheidet auch Görges aus. Nur Beck steht in der dritten Runde ein.

Schwarzer Tag für die deutschen Tennis-Damen: Als Dritte im Bunde ist auch Julia Görges am Donnerstag bei den French Open gescheitert. Zuvor hatte es Andrea Petkovic und Tatjana Maria erwischt.

Görges unterlag Monica Puig aus Puerto Rico in 2:59 mit 5:7, 7:6 (7:4), 5:7. Die Weltranglisten-57. zeigte gegen Puig (WTA-Nr. 53) eine über weite Strecken gute Leistung, kassierte im entscheidenden Satz aber das Break zum Matchverlust.

Überraschend deutliche Niederlage

Auch Fed-Cup-Spielerin Andrea Petkovic hat den Sprung in die dritte Runde verpasst.

Die Halbfinalistin von 2014 unterlag der Kasachin Julia Putinzewa (WTA-Nr. 60) überraschend deutlich mit 2:6, 2:6 und kassierte bei ihrem Lieblings-Grand-Slam eine bittere Niederlage auf dem Weg zurück zu alter Stärke.

Petkovic weiß um den Druck: "Ich muss jetzt Ergebnisse liefern", meinte sie, "aber ich will weiter positiv denken und eine Trotzreaktion zeigen. Und wenn ich es mit Gewalt übers Knie breche."

Petkovic macht zu viele Fehler

Nach 1:36 Stunden verwandelte die Außenseiterin auf Court 14 ihren vierten Matchball. Petkovic unterliefen 32 unerzwungene Fehler, Putinzewa nur zwölf.

Die Partie der an Position 28 gesetzten Petkovic hatte sich indes leicht verzögert, weil Putinzewas Coach Roman Kislijanski auf der Tribüne zunächst keinen Sitzplatz mehr fand.

Danach nutzte die nur 1,62 Meter große Kasachin ihre Chancen besser und ging schnell mit 4:1 in Führung.

Petkovic, die vor dem Turnier noch krank gewesen war, konnte erst ihren siebten Breakball nutzen und kam dadurch auf 2:4 heran.

Doch die Fehlerquote der Weltranglisten-31. war nicht nur im ersten Satz zu hoch (19 unforced errors).

Anfeuerungen ohne Ertrag

Auch in der Folge fand Petkovic kein Mittel gegen die variabel agierende Putinzewa und lag nach zwei weiteren Aufschlagverlusten schnell mit 0:3 in Rückstand.

Die Anfeuerungen der deutschen Schlachtenbummler nutzten nichts mehr.

"Natürlich bin ich enttäuscht. Meine Beinarbeit war nicht gut, die Ausführung einiger Dinge war nicht gut", haderte die Weltranglisten-31. nach dem jüngsten Rückschlag betont: "Aber ich werde weiter hart arbeiten und alles versuchen. Mit meinen Verletzungen habe ich schon viel schlimmere Dinge durchgemacht." 

Maria verliert nach Kampf-Drama

Auch Tatjana Maria verpasste diese nach einer Niederlage gegen Alize Cornet. 3:6, 7:6 (7:5), 4:6 endete die Partie nach zwei Stunden und 47 Minuten.

Die 26-jährige Cornet wurde bereits Ende des zweiten Satzes von Schmerzen in den Oberschenkeln geplagt und nahm insgesamt zweimal eine medizinische Auszeit. Im dritten Durchgang musste sie sogar weinend von zwei Helfern vom Court geführt werden, weil sie nicht mehr alleine gehen konnte.

Doch Maria (28), die in Roland Garros zuvor noch nie über die Auftaktrunde hinausgekommen war, konnte ihren Vorteil nicht nutzen.

Angefeuert von den französischen Fans auf Court 2 kämpfte sich Cornet immer wieder zurück und wurde nach ihrem Sieg stürmisch gefeiert.

Nach dem Match erhob Maria schwere Vorwürfe gegen Cornet. "Das war kein Fairplay. Ich weiß nicht, in welcher Welt sie lebt. Es ist ja bekannt, dass sie manchmal Show macht", meinte Maria.

Beck als Einzige in Runde drei

Als einzige deutsche Tennis-Dame steht Annika Beck in der dritten Runde.

Beck trifft am Freitag auf Irina-Camelia Begu aus Rumänien.

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