vergrößernverkleinern
2016 French Open - Day One
Dustin Brown steht in der zweiten Runde der French Open © Getty Images

Dustin Brown steht bei seiner 3. Teilnahme bei den French Open zum ersten Mal in Runde zwei. Annika Beck meistert ihre Auftakthürde gegen eine Qualifikantin souverän.

Qualifikant Dustin Brown ist als erster deutscher Profi in die zweite Runde der French Open in Paris eingezogen.

Der Weltranglisten-116. aus Winsen/Aller gewann seine Hängepartie über zwei Tage mit 6:7 (5:7), 6:4, 7:6 (7:5), 4:6, 6:4 gegen den favorisierten Dudi Sela (Israel/ATP-Nr. 62). Das Match war am Sonntag wegen Regens beim Stand von 1:1 im vierten Satz abgebrochen worden. Insgesamz dauerte die Begegnung 3:33 Stunden.

"Das ist schon viel mehr, als ich bei diesem Turnier erwartet habe", sagte der trotz einer Handverletzung angetretene Brown, der erstmals ein Fünfsatzmatch gewann.

Der 31-jährige Brown, der in Roland Garros beim dritten Anlauf erstmals seine Auftakthürde meistern konnte, trifft nun auf den aufschlagstarken Jack Sock (USA/Nr. 23).

Regen wirbelt Terminplan durcheinander

Kurz nach Brown zog mit Annika Beck die erste deutsche Spielerin in die zweite Runde ein.

Am Tag zuvor war Routinier Benjamin Becker (Orscholz) nach einem 2:6, 2:6, 4:6 an Andrej Kusnezow aus Russland ausgeschieden. 

Die eigentlich für Montag angesetzten Erstrundenspiele von Tatjana Maria (Bad Saulgau) und Tobias Kamke (Hamburg) mussten wegen der erneuten Regen-Verzögerung um einen Tag verschoben werden.

Annika Beck steht in der zweiten Runde © Imago

Fed-Cup-Spielerin Annika Beck bestritt ihr Erstrunden-Match im Eiltempo. Die Weltranglisten-39. aus Bonn setzte sich mit 6:1, 6:2 gegen Qualifikantin Marina Sanewska (Ukraine) durch und zeigte auf Court 4 eine überzeugende Vorstellung.

Beck kämpft um Olympia-Ticket

Nach 76 Minuten verwandelte Beck, die sich nur 14 unerzwungene Fehler leistete, ihren dritten Matchball. In der nächsten Runde trifft die 22-Jährige auf Katerina Bondarenko (Ukraine).

"Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Das ist mein Lieblings-Grand-Slam", sagte Beck.

Beck, die in der vergangenen Woche im Halbfinale des Nürnberger Versicherungscups gestanden hatte, war bei den Australian Open im Januar erstmals ins Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers eingezogen. Dort hatte sie allerdings gegen die spätere Siegerin Angelique Kerber (Kiel) verloren.

Für die deutsche Nummer vier Beck geht es beim bedeutendsten Sandplatzturnier der Welt auch noch um wichtige Punkte für die Olympia-Qualifikation.

Sabine Lisicki (Berlin) indes blamierte sich beim 2:6, 2:6 gegen die Qualifikantin Veronica Cepede Royg (Paraguay).

Carina Witthöft (Hamburg) verlor trotz starken Beginns mit 6:2, 4:6, 2:6 gegen Sarina Dijas (Kasachstan) und scheiterte damit zum vierten Mal in Serie in der ersten Runde eines Major-Turniers. Die an Position drei gesetzte Kerber ist erst am Dienstag im Einsatz.

Die 115. French Open sind mit insgesamt 32 Millionen Euro dotiert. Sieger und Siegerin des bedeutendsten Sandplatzturniers der Welt kassieren ein Preisgeld in Höhe von jeweils zwei Millionen Euro.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel