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2016 French Open - Day Thirteen
Serena Williams ist ihrem 22. Grand-Slam-Titel einen großen Schritt näher gekommen © Getty Images

Paris - Serena Williams bezwingt Kiki Bertens und zieht ins French-Open-Finale ein. Dort trifft sie auf die Spanierin Garbine Muguruza, die gegen Samantha Stosur gewinnt.

Superstar Serena Williams ist trotz einer erneut nicht überzeugenden Vorstellung nur noch einen Sieg von ihrem 22. Grand-Slam-Titel entfernt.

Die 34-Jährige aus den USA zog bei den French Open durch ein 7:6 (9:7), 6:4 gegen die ungesetzte Kiki Bertens (Niederlande) ins Finale von Paris ein.

Williams wehrt Satzbälle ab

Im ersten Durchgang musste die Favoritin gleich zwei Satzbälle der Nürnberg-Gewinnerin Bertens abwehren. Nach 1:38 Stunden verwandelte die allerdings von einer Adduktorenblessur gehandicapte Branchenführerin Williams ihren vierten Matchball.

"Ich bin einfach froh, es geschafft zu haben. Jetzt wartet schon das nächste Spiel", sagte die allerdings von Adduktorenproblemen gehandicapte Williams mit Blick auf das Finale am Samstag (ab 15 Uhr im LIVETICKER). 

In ihrem insgesamt 27. Major-Endspiel seit 1999 trifft die dreimalige French-Open-Siegerin Williams am Samstag auf die Spanierin Garbine Muguruza.

Die letztjährige Wimbledonfinalistin setzte sich mit 6:2, 6:4 gegen Samantha Stosur durch und könnte die erste Spanierin seit Arantxa Sanchez 1998 werden, die wieder einen Grand-Slam-Titel holt.

Bertens verpasst Rekord

Die 34-jährige Williams könnte mit ihrem 22. Major-Coup zu Rekordhalterin Steffi Graf aufschließen, die diese Statistik in der Open Era anführt.

Allerdings sind Zweifel angebracht: Die Vorstellung von Drama-Queen Williams (31 unerzwungene Fehler) auf dem nur spärlichen gefüllten Court Philippe Chatrier gab wieder einmal Rätsel auf. Schnell lag sie gegen Nürnberg-Siegerin Bertens 1:3 zurück, stand völlig neben sich und wirkte seltsam entkräftet.

Williams ungewohnt apathisch

Gleich zwei Satzbälle musste Williams im ersten Durchgang abwehren. Bei den Wechseln saß sie apathisch auf der Bank. Die größte Emotion zeigte die sechsmalige Wimbledonsiegerin vor dem vierten Matchball, als sie "Come on" brüllte, in die Knie ging und die Faust in den grauen Himmel reckte.

Für die Weltranglisten-58. Bertens endete eine Serie von zuvor zwölf Siegen. Die 24-Jährige hätte die im Ranking am niedrigsten platzierte Spielerin werden können, die jemals das Finale von Paris erreicht hätte.

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