vergrößernverkleinern
Angelique Kerber wird auf Platz zwei der Weltrangliste vorrücken
Angelique Kerber wird auf Platz zwei der Weltrangliste vorrücken © Getty Images

Angelique Kerber hat zwar das Wimbledon-Finale gegen Serena Williams verloren, traurig muss sie darüber aber nicht sein. Die Kielerin brachte die Weltranglistenerste in große Schwierigkeiten. 

Auf dem Platz musste die 28-Jährige zwar die ein oder andere Träne verdrücken, auf der nachfolgenden Pressekonferenz gratulierte sie ihrer Gegnerin zum Sieg und sprach optimistisch über ihre sportliche Zukunft.

Frage: "Angelique Kerber, wie ist Ihre Stimmungslage nach diesem hochklassigen Wimbledon-Finale, das sie gegen Serena Williams verloren haben?"

Angelique Kerber: "Ich habe dieses Finale nicht verloren, Serena hat es gewonnen. Das macht es angenehmer. Ich bin natürlich enttäuscht, aber auch stolz. Ich habe so gut gespielt wie ich konnte. Das ist mir immer am Wichtigsten. Serena hat ein unglaubliches Match bestritten, sie hat den Sieg letztlich verdient und ist ein großer Champion."

Frage: Was hat den Unterschied ausgemacht?

Kerber: Serenas Aufschlag war der Schlüssel. Ohne ihn wäre das Spiel wahrscheinlich anders ausgegangen. Natürlich hätte jeder von uns gerne ihr Service, ich habe aber dafür andere Stärken. Ich bin auch zuversichtlich, dass da in Sachen Aufschlag bei mir noch etwas geht.

Frage: Was nehmen Sie mit von diesem Turnier?

Kerber: Das waren die tollsten zwei Wochen. Dieses ganze Gefühl, die Atmosphäre rund um das Finale werde ich nie vergessen. Ich hoffe und denke, dass ich noch einige Grand-Slam-Finals spielen kann. Vielleicht auch noch einmal hier. Wimbledon ist eben sehr speziell. Um alles zu verarbeiten, brauche ich aber noch ein paar Tage. 

Frage: Nach Ihrem Australian-Open-Triumph konnten Sie zunächst nicht so gut mit dem Druck umgehen. Wie sieht das jetzt aus?

Kerber: Ich bin jetzt wirklich angekommen und weiß, wie ich mit allem umgehen muss. Darüber bin ich erleichtert. Ich weiß jetzt, dass ich niemandem mehr etwas beweisen muss. Für mich weiß ich: Das ist mein Weg. Ich habe gelernt, den Druck nicht an mich ranzulassen. Ich versuche, die Dinge zu genießen.

Frage: Vor fünf Jahren hätten Sie hier in Wimbledon nach einer weiteren Erstrundenpleite fast Ihre Karriere beendet. Wie denken Sie heute darüber?

Kerber: Nach all den Jahren war es auch deshalb etwas Spezielles, 2016 hier im Finale zu stehen. Hier wäre damals fast alles zerbrochen. Ich liebe es, auf Rasen zu spielen. Diese positiven Emotionen von Wimbledon werden immer bleiben. Die Zuschauer waren am Ende auf meiner Seite. Dieses Gefühl ist viel wert.

Frage: Haben Sie immer davon geträumt, ein Major-Tournament zu gewinnen oder die Nummer eins zu werden?

Kerber: Es war immer mein erstes Ziel, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. Bis zur Nummer eins ist es noch ein langer Weg, aber es ist eines meiner Ziele.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel