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2016 US Open - Day 12
Laura Siegemund gewinnt als dritte Deutsche einen Mixed-Titel bei einem Grand-Slam-Turnier © Getty Images

Die Deutsche gewinnt mit ihrem kroatischen Partner den Mixed-Wettbewerb der US Open . Im Finale lassen sie einem US-Duo keine Chance.

Laura Siegemund hat als dritte deutsche Tennisspielerin nach Cilly Aussem und Anna-Lena Grönefeld ein Grand-Slam-Turnier im Mixed gewonnen.

Die 28-Jährige aus Metzingen triumphierte an der Seite des Kroaten Mate Pavic (23) im Finale der US Open über Coco Vandeweghe und Rajeev Ram aus den USA. Das Duo setzte sich nach 73 Minuten mit 6:4, 6:4 durch.

"Ich kann es noch gar nicht glauben, ich habe mich nur auf das Spiel und nicht auf den Spielstand konzentriert, daher war ich nach dem Matchball so überrascht", sagte Siegemund im gigantischen Arthur-Ashe-Stadium, in dem sich jedoch kaum 500 Zuschauer verloren: "Mate ist ein großartiger Partner, ich kenne ihn jetzt ein bisschen besser. Wir hatten viel Spaß auf und neben dem Platz. Ich mag an ihm, dass er mir so viel Verantwortung überlässt."

Siegemund folgt Aussem und Grönefeld

Aussem hatte 1930 bei den French Open mit dem Amerikaner Bill Tilden den Titel geholt, Grönefeld gewann 2009 mit Mark Knowles (Bahamas) in Wimbledon und 2014 mit dem Niederländer Jean-Julien Rojer in Paris. Gemeinsam mit Robert Farah (Kolumbien) schied sie in New York im Halbfinale gegen Vandweghe/Ram aus.

Für Siegemund, im Einzel die deutsche Nummer zwei hinter der kommenden Branchenführerin und US-Open-Finalistin Angelique Kerber (Kiel), war es nach Wimbledon erst das zweite Mixed-Turnier ihrer Karriere. Für den Titel kassierte sie 75.000 Dollar (ca. 67.000 Euro). Im Einzel war sie trotz einer verschleppten Grippe, die sie von den Olympischen Spielen in Rio mitgebracht hatte, in die dritte Runde eingezogen. Dort unterlag sie Venus Williams (USA).

Krönung für Spätstarterin Siegemund

Der Titel in Flushing Meadows krönt das wundersame Jahr der Spätberufenen. Die vergangene Saison hatte Siegemund noch auf Platz 90 des Einzelrankings abgeschlossen, mittlerweile ist sie die Nummer 27. Für Bundestrainerin Barbara Rittner ist sie längst eine Kandidatin für die nächste Fed-Cup-Partie Anfang des kommenden Jahres. "Wenn sie mich aufstellt, geht ein Traum in Erfüllung. Wenn sie mich nicht aufstellt, schufte ich weiter, solange bis sie mich einmal aufstellt", sagte Siegemund.

Das Mixed wird nur bei den vier Grand-Slam-Turnieren und den Olympischen Spielen ausgetragen.

Siegemund und Pavic fanden erst kurz vor der Auslosung zusammen. Vandeweghe und Ram sind in dieser Disziplin deutlich erfahrener: Vandeweghe hatte bereits bei den Australian Open 2015 das Finale erreicht. Ram gewann in Rio an der Seite seiner Landsfrau Venus Williams Silber. "Ich wäre definitiv für mehr Mixedturniere, das ist so ein cooles Spiel. Ich spiele es nicht nur gerne, sondern finde es auch toll zum Zuschauen", sagte Siegemund.

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