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TENNIS-AUS-OPEN
Roger Federer setzt sich in der ersten Runde der Australian Open gegen den gleichaltrigen Jürgen Melzer durch. © Getty Images

Trotz zwischenzeitlicher Probleme ist Rekord-Champion Roger Federer bei den Australian Open in die zweite Runde eingezogen - genauso wie Wawrinka und Murray.

Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer ist trotz zwischenzeitlicher Probleme in die zweite Runde der Australian Open eingezogen.

Der an Position 17 gesetzte Schweizer gewann das "Senioren-Duell" der 35-Jährigen mit 7:5, 3:6, 6:2, 6:2 gegen Qualifikant Jürgen Melzer. Im nächsten Match trifft der viermalige Melbourne-Sieger Federer auf den 20-jährigen Amerikaner Noah Rubin.

Federer hatte zu Beginn des Jahres beim Hopman Cup in Perth nach einer rund sechsmonatigen Verletzungspause sein Comeback gefeiert. Nach der Niederlage im Halbfinale von Wimbledon mit einem symbolträchtigen Sturz auf dem Heiligen Rasen hatte der 17-malige Major-Champion seine Saison im Juli wegen Knieproblemen vorzeitig beendet.

Federer könnte Rekord knacken

Federer könnte in Melbourne der älteste Spieler seit Ken Rosewall (1972) werden, der ein Grand-Slam-Turnier gewinnt. Der Australier hatte vor 45 Jahren im Alter von 37 Jahren und 62 Tagen den Titel bei seinem "Heimspiel" geholt.

Der topgesetzte Andy Murray ist ebenfalls in die zweite Runde eingezogen. Murray schrieb damit ein Stück Tennis-Geschichte geschrieben. Der Brite ist der erste "Sir", der ein Grand-Slam-Match bestritten hat. Der 29-Jährige gab sich beim 7:5, 7:6 (7:5), 6:2 gegen den Ukrainer Ilija Marschenko am Ende keine Blöße, hatte aber in den beiden ersten Sätzen nicht immer leichtes Spiel. 

Sir Murray schreibt Geschichte 

Als Murray nach dem Spiel von einem Moderator auf dem Court in der Rod-Laver-Arena gefragt wurde, wie er ihn nennen soll, sagte der in den Adelsstand erhobene Ritter des Vereinigten Königreichs: "Sag einfach nur Andy zu mir." Wann die feierliche Zeremonie mit Queen Elizabeth im Buckingham-Palast stattfindet, steht allerdings noch nicht fest. 

Den Titel "Sir" haben von den britischen Sportlern bislang unter anderem Fußball-Weltmeister Bobby Charlton, Fußball-Coach Alex Ferguson sowie Golfer Nick Faldo und Segler Ben Ainslie erworben.

Im Melbourne Park geht der zweimalige Wimbledonsieger Murray erstmals in seiner Karriere bei einem Major als Weltranglistenerster an den Start. Beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres hat Murray bereits fünf Mal das Finale erreicht - und fünf Mal verloren. 2016 und 2015 musste er sich seinem Dauerrivalen Novak Djokovic (Serbien) geschlagen geben.

Wawrinka muss hart kämpfen

Hart kämpfen musste zum Auftakt Stan Wawrinka (Schweiz/Nr. 4). Der amtierende US-Open-Sieger und Melbourne-Gewinner von 2014 benötigte 3:24 Stunden, ehe das 4:6, 6:4, 7:5, 4:6, 6:4 gegen den Slowaken Martin Klizan in der Margret-Court-Arena unter Dach und Dach war. 

Schwer tat sich zudem der an Position fünf gesetzte Japaner Kei Nishikori. Der US-Open-Finalist von 2014 benötigte 3:34 Stunden, ehe das 5:7, 6:1, 6:4, 6:7 (6:8), 6:2-Sieg gegen Andrej Kusnetzow (Russland) feststand. 

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