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Venus Williams
Venus Williams steht zum ersten Mal seit 2009 in einem Grand-Slam-Finale © Getty Images

Melbourne - Venus Williams setzt sich gegen Kerber-Bezwingerin Coco Vandeweghe durch, zieht ins Finale der Australian Open ein und stellt einen Grand-Slam-Rekord auf.

Venus Williams steht nach 14 Jahren wieder im Finale der Australian Open und ist mit 36 Jahren die bislang älteste Endspiel-Teilnehmerin von Melbourne in der Open Era.

Die an Position 13 gesetzte Williams bezwang am Australia Day im US-Halbfinale die ungesetzte Kerber-Bezwingerin Coco Vandeweghe mit 6:7 (3:7), 6:2, 6:3 und führte danach auf dem Centre Court ein flottes Tänzchen auf.

"Der Sieg bedeutet mir so viel. Dass ich die Möglichkeit habe, andere damit zu inspirieren, ist ein Traum", meinte die 36-Jährige.

 

Finale Venus gegen Serena Williams

Nach 2:26 Stunden verwandelte Venus Williams ihren vierten Matchball und trug ihren Teil zum 28. Sister Act bei. Schwester Serena bezwang im Schnelldurchgang die Überraschungs-Halbfinalistin Mirjana Lucic-Baroni mit 6:2, 6:1 und steht ebenfalls im Endspiel.  

Bei einem Grand-Slam-Turnier hatten sich die beiden Williams-Schwestern bislang 14-mal gegenübergestanden - Serena hatte dabei neun Matches gewonnen.

Letzte Endspiel-Teilnahme in Wimbledon 2009

Zuletzt hatte Venus Williams 2009 in Wimbledon in einem Major-Endspiel gestanden. Ein Jahr zuvor hatte sie dort im Rasen-Mekka auch ihren letzten von bislang sieben Grand-Slam-Titeln geholt.

Die Weltranglisten-35. Vandeweghe, die im Achtelfinale Titelverteidigerin Angelique Kerber ausgeschaltet hatte, begann stark und punktete immer wieder mit ihrer Vorhand. Mit einem Aufschlagwinner holte sich die 25-Jährige in ihrem ersten Major-Halbfinale den ersten Durchgang.

Doch Williams, die in ihrer Karriere noch nie beim ersten Highlight der Saison triumphiert hatte, kam danach immer besser ins Spiel.

Williams gleicht mit Ass aus

Mit ihrem neunten Ass sorgte die fünfmalige Wimbledonsiegerin für den Satzausgleich - und nahm gleich zu Beginn des Entscheidungsdurchgangs ihrer elf Jahre jüngeren Gegnerin den Aufschlag ab.

Noch nie zuvor hatte in der Open Era bei den Australian Open eine Spielerin nach so langer Zeit (14 Jahre) erneut das Finale erreicht. Bislang waren sieben Jahre das Maximum. 

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