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Angelique Kerber triftt im Endspiel auf Serena Williams

Stacey Allaster, Geschäftsführerin der Spielerinnen-Vereinigung WTA, sieht eine positive Entwicklung im deutschen Tennissport.

"Es geht in die richtige Richtung, Spielerinnen wie Andrea Petkovic, Angelique Kerber und Sabine Lisicki klopfen an der Tür zur Spitze und wecken Sympathien", sagte die 51-Jährige dem "Spiegel": "Unter den ersten Hundert der Weltrangliste stehen sieben Deutsche, kommerziell gesehen ist es einer der wichtigsten Märkte."

Die Kanadierin ist allerdings der Meinung, "dass sich Steffi Grafs Zeitung kaum wiederholen lassen".

Das liege aber nicht an der Qualität der deutschen Spielerinnen, sondern viel mehr daran, dass die Weltspitze härter umkämpft ist als noch vor 15 Jahren. "Auch weil Frauentennis sich global verbreitet.

Wir haben 54 WTA-Turniere in 33 Ländern, plus die vier Grand Slams", sagte Allaster.

Die Märkte in Europa und Nordamerika bezeichnete die WTA-Chefin als "voll entwickelt", ihr Augenmerk richtet sie daher zunehmend auf den asiatisch-pazifischen Raum: "Vor allem dort wird Frauentennis wachsen. Ich bin überrascht, wie explosionsartig wir vorankommen."

Jetzt müsse man dort den nächsten Schritt gehen, sagte Allaster: "Wir wollen mehr Sponsorengelder generieren, mehr Fernseh- und Digitalrechte verkaufen. Die Saat ist gesät."

Für eine noch erfolgreichere Vermarktung hofft Allaster auf weitere markante Persönlichkeiten in der Weltspitze.

"Wir brauchen mehr Stars", sagte sie und pochte dabei insbesondere auf das Potenzial des asiatischen Marktes: "Hier gibt es sicher Tausende Mädchen, die sich sagen: Ich will die nächste Li Na werden. Ganz bestimmt."

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