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Andrea Petkovic verpasst in Miami ihren ersten Finaleinzug des Jahres gegen eine Spanierin deutlich. Während die Kontrahentin zu ihrem größten Erfolg eilt, motzt Petkovic lautstark.

Der Siegeszug der Fed-Cup-Spielerin Andrea Petkovic beim WTA-Turnier in Miami ist im Halbfinale jäh gestoppt worden.

Beim 3:6, 3:6 gegen die Spanierin Carla Suarez Navarro agierte die 27 Jahre alte Darmstädterin fahrig und verpasste ihren zweiten Finaleinzug in dieser Saison klar.

Im Endspiel von Antwerpen am 15. Februar hatte Petkovic den Titel kampflos gewonnen - ausgerechnet Suarez Navarro konnte damals verletzungsbedingt nicht antreten.

"Ich spiele so schlecht"

Petkovic startete nervös und hatte besonders mit ihrem ersten Aufschlag erhebliche Probleme. Suarez Navarro schlug daraus Kapital und holte sich das zweite Aufschlagspiel der Darmstädterin zum 2:1 im ersten Satz. Bereits Mitte des ersten Durchgangs begann Petkovic, mit ihren leichten Fehlern zu hadern, während Suarez Navarro vor allem mit ihrer starken Vorhand beeindruckte und sich mit einem zweiten Break den ersten Satz zum 6:3 holte.

Carla Suarez Navarro (r.) trifft im Finale auf Serena Williams Andrea Petkovic
Carla Suarez Navarro (r.) trifft im Finale auf Serena Williams © Getty Images

Zu Beginn des zweiten Satzes versuchte sich Petkovic, Nummer zehn der Welt, noch einmal zu pushen, haderte jedoch wenig später lautstark: "Ich spiele so schlecht. Ich habe keine Lockerheit heute. "

Zwar gelangen ihr in der Folge gegen eine nachlassende Gegnerin mehr Gewinnschläge, doch nach einem weiteren unnötigen Fehler gab Petkovic ihren Aufschlag zum vorentscheidenden 2:4 ab.

Trotz allem ein positives Gefühl

Nach 1:29 Stunden war die Niederlage der an Position neun gesetzten Petkovic besiegelt, die in den vier Matches zuvor ohne Satzverlust geblieben war. Am Ende stand die ernüchternde Bilanz von 32 "unforced errors" bei nur neun Gewinnschlägen.

"Einzig Jesus Christus höchstpersönlich hätte mir vielleicht helfen können. Ich war heute einfach richtig schlecht", ärgerte sich Petkovic, die dennoch mit einem positiven Gefühl aus dem Turnier geht: "Ich habe phantastisch gespielt in dieser Woche und das nächste Level erreicht."

Suarez Navarro winkt Karriere-Höhepunkt

Für die an Position zwölf gesetzte Suarez Navarro ist es der achte Einzug in ein WTA-Endspiel. Bislang steht lediglich ein Sieg zu Buche (Estoril 2014).

Ein Erfolg beim Turnier auf der Insel Key Biscayne, das direkt hinter den Grand Slams anzusiedeln ist, wäre der mit Abstand größte Erfolg ihrer Laufbahn. Schon jetzt steht fest: In der nächsten Woche wird sie als erste Spanier seit 2001 unter die Top Ten der Weltrangliste vorstoßen.

Im Finale am Samstag trifft Suarez Navarro auf die Weltranglisten-Erste und Lisicki-Bezwingerin Serena Williams (USA), die die letztjährige French-Open-Finalistin Simona Halep (Rumänien) mit 6:2, 4:6, 7:5 bezwang.

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