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Julia Görges lässt in Paris mit einem Coup aufhorchen und schlägt die an Nummer fünf gesetzte Dänin Caroline Wozniacki. Anna-Lena Friedsam verpasst eine Sensation nur knapp.

Fed-Cup-Spielerin Julia Görges hat bei den French Open in Paris für eine große Überraschung gesorgt und steht als vierte Deutsche in der Runde der besten 32. (DATENCENTER: Ergebnisse/Spielplan)

Die Weltranglisten-72. bezwang die an Position fünf gesetzte Dänin Caroline Wozniacki 6:4, 7:6 (7:4). Bei einem Sieg am Samstag gegen Irina Falconi aus den USA stünde Görges beim Sandplatz-Höhepunkt erstmals in ihrer Karriere im Achtelfinale.

"Eine Spielerin wie Caroline bei einem Grand Slam zu schlagen, ist etwas ganz Besonderes", sagte Görges nach dem Match auf dem Court Philippe Chatrier, dem größten Platz der Anlage am Bois de Boulogne: "Dieser Sieg heute bedeutet mir sehr viel."

Wozniacki ist nach Simona Halep (Nr. 3) und Eugenie Bouchard (Nr. 6) die dritte Top-10-Spielerin, die frühzeitig aus dem Turnier flog.

Friedsam ärgert Williams

Eine Sensation nur knapp verpasst hat hingegen Anna-Lena Friedsam. Die 21-Jährige aus Neuwied unterlag Superstar Serena Williams aus den USA nach 1:57 Stunden 7:5, 3:6, 3:6.

"Ich bin sehr stolz auf dieses Match. Nicht viele Spielerinnen können von sich behaupten, einen Satz gegen Serena gewonnen zu haben", sagte Friedsam: "Ich kann auf jeden Fall auf diesem Match aufbauen."

Bis Mitte des zweiten Satzes lag Friedsam auf Kurs, erst dann steigerte sich Williams und zog in die dritte Runde ein. Friedsam hatte erst am Dienstag ihr erstes Match bei einem der vier Grand-Slam-Turniere gewonnen und die Begegnung mit Williams anschließend als "Traum" bezeichnet.

"Sie hat sich unheimlich teuer verkauft", sagte Bundestrainerin Barbara Rittner, "diese Erfahrung ist unbezahlbar für ihre weitere Entwicklung".

Friedsam hatte nach dem Satzgewinn auch in den Durchgängen zwei und drei ihre Chancen. Im zweiten Satz vergab sie Spielbälle zum 4:4, im entscheidenden Satz ließ sie sich lange nicht abschütteln.

Neben Görges hatten bereits Angelique Kerber (Kiel/Nr. 11), Sabine Lisicki (Berlin/Nr. 20) und Annika Beck (Bonn) den Sprung unter die besten 32 Spielerinnen geschafft.

Petkovic nach Kraftakt weiter

Auch Andrea Petkovic hat sich bei den French Open in die dritte Runde gekämpft. Die am Oberschenkel verletzte Darmstädterin bezwang die Spanierin Lourdes Dominguez Lino nach 2:20 Stunden Spielzeit mit 4:6, 6:4, 6:4.

Petkovic ist damit die fünfte Deutsche unter den besten 32. Das hat es seit 21 Jahren in Paris nicht mehr gegeben. Sie gewann auch das dritte Aufeinandertreffen mit der 34 Jahre alten Dominguez Lino. Dabei sah es lange nicht nach einem Erfolg aus: Nach dem Verlust des ersten Satzes ließ sie den Frust an ihrem Schläger aus und kassierte dafür eine Verwarnung.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs ließ sie die Physiotherapeutin kommen und sich einen Druckverband am lädierten Oberschenkel anlegen.

In der dritten Runde trifft Petkovic am Samstag auf Sara Errani. Die Italienerin, Roland-Garros-Finalistin von 2012, nach 1:54 Stunden Spielzeit 3:6, 6:4, 2:6, setzte sich gegen den deutschen Jungstar Carina Witthöft durch.

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