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Timea Baczinszky
Timea Bacsinszky verlor das Finale in Peking und musste sich danach noch einen üblen Nazi-Vergleich gefallen lassen © Getty Images

Journalistin Emilia Landaluce vergreift sich derbe im Ton und vergleicht die Schweizerin Timea Bacsinszky mit einer KZ-Aufseherin aus dem 2. Weltkrieg. Auch die Entschuldigung misslingt.

Unfassbarer Fehltritt der spanischen Tennis-Reporterin Emilia Landaluce: In der Zeitung El Mundo verglich die Journalistin die Schweizer Tennisspielerin Timea Bacsinszky mit einer KZ-Aufseherin.

Im Bericht über das Finale des WTA-Turniers in Peking schrieb Landaluce, Bacsinszky habe ihre spanische Gegnerin Garbine Muguruza mit ihren harten Schlägen in Bedrängnis gebracht: " Dies verwundert nicht, denn Bacsinszky spielt ein grobes, aber effektives Tennis. So brutal, dass es nicht schwierig wäre - vielleicht auch wegen ihres arischen Aussehens - sie sich als Irma Grese, eine deutsche KZ-Aufseherin, vorzustellen, die dafür bekannt war, ihre Gefangenen bis zum Tode zu foltern."

Greese hatte im Zweiten Weltkrieg in den Konzentrationslagern Auschwitz und Bergen-Belsen die Aufsicht über bis zu 30.000 Gefangene der Nazis und wurde von den Medien "Hyäne von Auschwitz" genannt. Nach der Verurteilung zum Tode durch ein britisches Militärgericht wurde sie 1945 im Alter von 22 Jahren gehängt.

Mit ihrem geschmacklosen Vergleich sorgte Landaluce nun für einen Shitstorm in den Sozialen Medien, ihre Entschuldigung via Twitter formulierte die Journalistin unglücklich.

"Mein Vergleich in diesem Artikel tut mir sehr leid. Das war nicht angebracht", schrieb Landaluce, versuchte sich dann aber sogar noch zu rechtfertigen: "Aber das war in einem humoristischen Kontext gemeint. Wird nicht wieder passieren."

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