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Maria Scharapowa
Maria Scharapowa geht mit der Berichterstattung um ihre Person hart ins Gericht © Getty Images

Wenige Tage nach ihrer Doping-Beichte meldet sich Maria Scharapowa erneut zu Wort. Der Tennis-Star wehrt sich gegen Anschuldigungen, sie hätte fünf Warnungen ignoriert.

Maria Scharapowas Doping-Beichte am vergangenen Montag hat die Tennis-Welt erschüttert. Danach bekam man in der internationalen Prese täglich neue Dinge über den Fall Scharapowa zu lesen - die laut der ehemaligen Weltranglisten-Erste aber größtenteils nicht korrekt sind.

Auf ihrer Facebook-Seite hat sich Scharapowa deshalb nun zu Wort gemeldet und wehrt sich in einem Brief an ihre Fans gegen die neuesten Anschuldigungen. Sie wolle keine Ausreden suchen, aber es gebe Dinge, die von den Medien falsch dargstellt wurden, schreibt Scharapowa.

Scharapowa spielt damit vor allem auf eine Meldung an: "In einem Bericht wurde behauptet, ich sei im Vorfeld fünfmal davor gewarnt worden, dass mein Medikament (Melondium, Anm. d. Red.) bald verboten werden wird. Das ist nicht wahr."

Warnhinweise in Newslettern versteckt

Viele Warnhinweise waren laut Scharapowa in Newslettern zudem so versteckt, dass man sie kaum finden konnte. So habe die Russin auch eine E-Mail erhalten, deren Betreff nichts mit dem Thema Doping zu hatte. Erst nach mehrfachen Weiterleitungen, Anmeldungen und langem "Suchen und Klicken" wäre man auf die Doping-Warnung gestoßen, schreibt Scharapowa.

Desweiteren wären zu Beginn des Jahres auf verschiedenen Turnieren Info-Broschüren ausgeteilt worden. Scharapowa dazu: "Hätte ich sie mir durchlesen müssen? Ja. Aber wenn ihr die Broschüre seht, wisst ihr, was ich meine." Dazu postete die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin zwei Fotos von den recht unübersichtlichen Broschüren.

Scharapowa gibt aber offen zu, dass sie eine Mail genauer hätte durchlesen müssen: "Ich suche keine Entschuldigungen. Ich habe bereits gesagt, dass ich eine Mail vom 22. Dezember 2015 erhalten habe. Die Überschrift lautete: 'Wichtigste Änderungen im Tennis Anti-Doping Programm für 2016'. Ich hätte dem mehr Aufmerksamkeit schenken sollen."

Einnahme nur zwei bis drei Mal pro Jahr

Auch die Berichterstattung darüber, in welcher Regelmäßigkeit Scharapowa das verbotene Mittel Meldonium eingenommen haben soll, bringt die Russin auf die Palme. Vier bis sechs Mal pro Woche soll sie das Mittel laut verschiedenen Berichten zu sich genommen haben.

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Diese Info ist laut Scharapowa schlicht nicht richtig. Stattdessen habe sie Melondium - wie vom Hersteller empfohlen - nur zwei bis drei Mal pro Jahr in geringen Mengen zu sich genommen.

Trotz des Trubels rund um ihre Person gibt sich Scharapowa kämpferisch: "Ich freue mich darauf, wenn der ITF (International Tennis Federation Anm. die Redaktion) meine medinzinischen Daten erhält. Ich hoffe, dass ich wieder spielen darf."

Maria Scharapowa hatte vergangenen Montag gestanden, das Mittel Melondium eingenommen zu haben, das seit Anfang des Jahres auf der Anti-Doping-Liste des ITF geführt wird.

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