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Die 28-Jährige setzt sich im deutschen Finale in Stuttgart gegen die Überraschungsfrau durch und verteidigt damit erstmals einen WTA-Titel. Siegemund geht die Kraft aus

Angelique Kerber hat ihren Titel beim WTA-Turnier in Stuttgart erfolgreich verteidigt und im ersten deutschen Final-Duell im Schwäbischen kühlen Kopf bewahrt.

Die Australian-Open-Gewinnerin stoppte beim 6:4, 6:0 im Endspiel die märchenhafte Reise von Qualifikantin Laura Siegemund.

Nach 1:21 Stunden verwandelte die 28-Jährige ihren ersten Matchball und durfte sich über ein Preisgeld in Höhe von 104.477 Euro und einen lava-orangenen Sportwagen im Wert von 95.000 Euro freuen.

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Angelique Kerber durfte auch in diesem Jahr einen schicken Sportwagen aus Stuttgart mitnehmen © Getty Images

"Es ist unglaublich, hier meinen Titel verteidigen zu können. Besser geht es nicht", sagte Kerber nach ihrem Sieg: "Ich habe etwas gebraucht, um meinen Rhythmus zu finden. Daher bin ich froß, dass ich sie stoppen konnte."

Siegemund geht Kraft aus

Noch nie zuvor hatte sie einen ihrer bislang acht Titel erfolgreich verteidigen können. Nach einem 0:3-Fehlstart fing sich die Fed-Cup-Spielerin und wurde ihrer Favoritenstellung gerecht.

Im ersten Durchgang gelang Kerber das Break zum 5:4, nach 40 Minuten ermöglichte ihr Siegemund mit einem Fehler den Satzgewinn.

Danach merkte man der Weltranglisten-71. die jüngsten Strapazen an. Die Partie am Sonntag war für die Qualifikantin das achte Spiel in neun Tagen.

"Es ist genau das passiert, was ich befürchtet hatte: Dass der liebe Gott den Stecker zieht", sagte sie zu ihrem Kräfteverlust.

Siegemund, die im Duell mit Kerber 14 der ersten 18 Punkte gewann, blieb damit die Krönung ihres Siegeszuges verwehrt. "Ich hatte keinen Tag Pause und keine Zeit zum Genießen. Die werde ich mir jetzt nehmen und eine Pause einlegen", blickte sie voraus.

Sprung in der Weltrangliste

Die 28-Jährige hatte auf dem Weg in ihr erstes WTA-Endspiel unter anderem im Halbfinale die topgesetzte Agnieszka Radwanska (Polen) sowie davor Roberta Vinci aus Italien (Nr. 6) und die Rumänin Simona Halep (Nr. 4) ausgeschaltet.

Dabei hatte die Weltranglisten-71. keinen Satz abgegeben. Im neuen Ranking wird Siegemund am Montag auf Position 42 notiert sein.

Sie hätte die erste Qualifikantin seit Zwetana Pironkowa (Bulgarien) im Januar 2014 in Sydney werden können, die ein WTA-Turnier dieser Kategorie gewinnt.

Vor Kerber hatten bereits Anke Huber (1991 und 1994) und Julia Görges (2011) das Turnier im Schwäbischen gewonnen, das zwischen 1978 und 2005 noch in Filderstadt vor den Toren Stuttgarts ausgetragen wurde.

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