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Laura Siegemund steht im Finale von Stuttgart
Laura Siegemund steht im Finale von Stuttgart © Getty Images

Das WTA-Turnier in der baden-württembergischen Landeshauptstadt zieht mehr Besucher an als im Vorjahr. Die Doppelbelastung der Spielerinnen wird jedoch zum Problem.

Das WTA-Turnier in Stuttgart verzeichnet einen Zuschauerrekord. Knapp 39.000 Zuschauer kamen zu der neuntägigen Hallen-Sandplatzveranstaltung - inklusive Qualifikation.

Das waren über 1000 Besucher mehr als im vergangenen Jahr. Seit Donnerstag waren die Spieltage mit jeweils 4600 Fans ausverkauft.

Sechs Top-Ten-Spielerinnen waren bei der mit 759.000 Dollar dotierten Konkurrenz am Start.

Im Finale am Sonntag stehen sich Titelverteidigerin und Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber (Nr. 2) sowie Qualifikantin Laura Siegemund gegenüber.

"Das Drehbuch hätte nicht besser sein können. Acht deutsche Spielerinnen standen im Hauptfeld, zwei davon sind übrig geblieben. Das ist die Krönung", sagte die Sportliche Leiterin Anke Huber am Sonntagvormittag auf der Bilanz-Pressekonferenz.

Allerdings machte es sich erneut negativ bemerkbar, dass etliche Teilnehmerinnen am Wochenende vor dem Hauptfeld-Start in Stuttgart im Fed Cup spielten und erschöpft in Baden-Württemberg eintrafen.

"Das ist ein Problem. Aber ich glaube, es gibt eine Chance, dass das in Zukunft vielleicht nicht mehr so sein wird", sagte Turnierdirektor Markus Günthardt.

Der Schweizer hofft, dass entweder der Fed Cup oder das Stuttgarter Turnier im Kalender einen anderen Termin bekommt.

Der Weltverband ITF und die Spielerinnen-Vereinigung WTA sind bereits in Gesprächen.

Die deutsche Nummer zwei Andrea Petkovic hatte nach ihrem Achtelfinal-Aus gegen Agnieszka Radwanska (Polen) angedeutet, dass sie die Doppelbelastung nicht mehr mitmachen will.

"Ich glaube, ich werde künftig entscheiden müssen, ob ich im April im Fed Cup oder in Stuttgart spiele", hatte die 28-Jährige gesagt.

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