vergrößernverkleinern
2017 Australian Open - Day 1
Angelique Kerber musste sich bei ihrem Auftakt-Match gehörig strecken © Getty Images

Angelique Kerber zieht bei den Australian Open in die zweite Runde ein. Gegen Lesya Tsurenko hat die Kielerin aber mehr Probleme als erwartet.

Die Weltranglistenerste Angelique Kerber hat bei den Australian Open in Melbourne die zweite Runde erreicht. Die Vorjahressiegerin gewann ihr Auftaktmatch gegen die Ukrainerin Lesia Zurenko mit 6:2, 5:7, 6:2 und trifft nun auf die Hamburgerin Carina Witthöft.

Den Zweisatz-Sieg hatte Angelique Kerber eigentlich schon auf dem Schläger. Doch nach einem vergebenen Matchball im zweiten Satz beim Stand von 5:4 verlor die Kielerin den Faden und schenkte den Satz noch her.

Erinnerung an 2016

Vieles erinnerte an ihr Erstrundenmatch vor einem Jahr, als sie gegen Miskai Doi (Japan) sogar einen Matchball abwehren musste. Nach 2:04 Stunden verließ US-Open-Gewinnerin Kerber dann doch glücklich die Rod-Laver-Arena, in der sie am 30. Januar 2016 von der Top-Ten-Spielerin zum Champion geworden war. 

Zwei Tage vor ihrem 29. Geburtstag hatte Kerber im Melbourne Park leichte Anlaufschwierigkeiten. Die ersten sechs Punkte in der Night Session machte bei sommerlichen Temperaturen Außenseiterin Zurenko.

In der Folge agierte Kerber dann aggressiver und nutzte gleich ihren ersten Breakball zum 3:2. In der Box nickten Coach Torben Beltz und Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner zufrieden.  

Kerber vergibt Matchball

Mit einem Aufschlag holte sich die Favoritin nach 27 Minuten den ersten Satz und zeigte erleichtert die Faust. Doch eine 5:3-Führung und einen Matchball im Spiel darauf konnte Kerber nicht nutzen. Zurenko (WTA-Nr. 51) witterte ihre Chance und holte sich Satz zwei.

Danach haderte Kerber immer wieder mit sich und blickte hilflos in die Box. Die Vorentscheidung fiel, als ihr das Break zum 4:2 gelang und sie endlich wieder konzentriert wirkte. 

Herzlicher Empfang für Kerber

Strahlend und ins Publikum winkend hatte Kerber den Centre Court unter dem Applaus der Fans betreten. Durch den Gang der Champions war sie zuvor voll konzentriert und mit gesenktem Kopf hinter ihrer Gegnerin hergelaufen. Selbst ihr kurz vor dem Ausgang hängendes Siegerbild von 2016 würdigte "Angie" keines Blickes.

Bereits in den vergangenen Tagen war der Linkshänderin trotz guter Trainingsleistungen die Anspannung anzumerken. Die beiden frühen Niederlagen in Brisbane und Sydney sowie nur ein Sieg in drei Matches hatten Spuren hinterlassen. "Deshalb war es wichtig und gut", meinte Rittner, "dass sie wieder in der Rod-Laver-Arena und in einer Night Session starten konnte."

So wie am 30. Januar 2016, als Kerber im Finale die seinerzeit übermächtig scheinende Serena Williams (USA) in drei Sätzen entzaubert hatte. 

   

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel