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Zhang Jike trat nach seinem Sieg in Düsseldorf in Werbebanden getreten

Für Chinas Tischtennis-Weltcupsieger Zhang Jike hat seine Kickbox-Einlage nach seinem Titelgewinn in Düsseldorf auch in der Heimat ein Nachspiel.

Cheftrainer Liu Guoliang deutete in chinesischen Medien Maßnahmen wie eine Therapie für den Olympiasieger und Weltmeister an.

"Der Druck ist keine Entschuldigung. Ich schäme mich für ihn, und wir werden ihn dazu bringen, seine Emotionen im Griff zu haben und sich korrekt zu benehmen. Er wird lernen, dass man unabhängig von seinen sportlichen Qualitäten zuerst ein anständiger Mensch zu sein und Werte zu achten hat. Das wird ihn in der Entwicklung seines Charakters nach vorne bringen", sagte Liu.

Zhang hatte am vergangenen Sonntag in Düsseldorf nach dem 4:3-Finalsieg gegen seinen Landsmann Ma Long in einem Gefühlsausbruch mit einer Kickbox-Einlage in zwei Werbebanden getreten.

Der Weltverband ITTF strich dem 26-Jährigen als Strafe das Siegerpreisgeld von 45.000 Dollar.

Bundestrainer Jörg Roßkopf bezeichnete die ITTF-Sanktion als "relativ lächerlich" und überzogen.

Der frühere Doppel-Weltmeister verwies zur Begründung für seine Einschätzung auch auf den Druck, den Liu kurz vor den Turnier im Konkurrenzkampf der dominierenden Asiaten um einen Olympia-Startplatz zuletzt besonders auf den Grand-Slam-Champion ausgeübt hatte.

Zhang, der seit dem Weltcup-Turnier wieder die drei wichtigsten Titel hält, ist für seine impulsiven Reaktionen nach wichtigen Erfolgen bekannt.

Nach seinen beiden WM-Triumphen 2011 und 2013 beispielsweise zerriss sich der Weltranglistenvierte in Manier von Diskus-Olympiasieger Robert Harting jeweils das Trikot.

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