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Petrissa Solja steht im Achtelfinale von Doha
Petrissa Solja spielte in Sendai groß auf © Getty Images

Petrissa Solja feiert in Sendai einen der größten Erfolge einer Deutschen. Die 21-Jährige schaltet mehrere Top-10-Spielerinnen aus und kassiert ihr höchstes Preisgeld.

Mit Weltcup-Bronze hat Ex-Doppeleuropameisterin Petrissa Solja (Berlin) im japanischen Sendai nach Paukenschlägen in Serie einen der größten Erfolge für das deutsche Damen-Tischtennis gefeiert.

Durch das 4:2 im kleinen Finale gegen Li Jiao (Niederlande) schaffte die 21-Jährige als erste Deutsche und dritte gebürtige Europäerin beim bedeutendsten Interkontinental-Wettbewerb nach Olympia- und WM-Turnieren den Sprung auf das Siegerpodest.

"Das ist der mit Abstand größte Erfolg meiner Karriere. Ich bin einfach nur total happy und glücklich", sagte Solja über ihren Husarenritt durch das Eliteturnier. Außer durch ihr Rekordpreisgeld von 15.000 Dollar (gut 13.600 Euro) dürfte sich die erste Medaille einer Deutschen bei einem der drei wichtigsten Turniere seit 46 Jahren in der kommenden Weltrangliste für die gebürtige Pfälzerin auch durch die erstmalige Notierung mindestens unter den besten 20 auszahlen.

Solja holt 0:2-Rückstand auf

Nach Siegen über zwei Top-10-Spielerinnen aus Asien wurde die famos auftrumpfende Nummer 26 der Welt erst im Halbfinale von der chinesischen WM-Zweiten und späteren Titelgewinnerin Liu Shiwen (0: 4) vorübergehend gestoppt werden. Im Spiel um Bronze wandelte Solja danach allerdings schon wieder einen 0:2-Satzrückstand in einen Erfolg um. "Die Siege sind richtige Schocks für mich. Ich kann nur langsam realisieren, was ich eigentlich geschafft habe", meinte die deutsche Meisterin.

"'Peti' hat sich bei diesem Turnier auf ein neues Niveau gehoben und steht jetzt auf einer Stufe mit den besten Nichtchinesinnen", sagte Bundestrainerin Jie Schöpp. Auf dem Weg ins Semifinale hatte Solja nacheinander die Weltranglistensechste Feng Tianwei (Singapur/4:0) und die an Nummer vier gelistete Lokalmatadorin Ai Fukuhara (4:3 nach 0:3) düpiert. Im Duell um Bronze mit Europaspiele-Gewinnerin Li gelang der Team-Europameisterin ebenfalls erstmals ein Sieg.

Soljas Bronzemedaille ist in der Nachkriegsgeschichte erst die zweite Podestplatzierung einer Deutschen im Einzel bei einem der drei wichtigsten Turniere der Welt. Bisher war Silber bei der WM 1969 in München für die damalige DDR-Auswahlspielerin Gabriele Geißler das einzige Podiumsergebnis. Beim Weltcup hatte Ex-Europameisterin Juaduo Wu (Metz) 2011 durch den Einzug ins Viertelfinale für das zuvor beste Ergebnis einer Aktiven des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) gesorgt

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