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Bastian Steger sicherte einen Punkt für Deutschland
Bastian Steger sicherte einen Punkt für Deutschland © Getty Images

Die deutschen Tischtennis-Herren gewinnen das letzte Spiel gegen die Ukraine und beenden die WM auf Rang 13. Erstmals seit acht Jahren reist der DTTB ohne Medaille heim.

Die deutschen Tischtennis-Herren haben eines ihrer enttäuschendsten WM-Turniere der vergangenen Jahre wenigstens mit einem Erfolgserlebnis beendet.

Im Trostrundenspiel um Platz 13 bei der Mannschafts-WM in Kuala Lumpur setzten sich die ersatzgeschwächten Silbermedaillen-Gewinner der vergangenen drei WM-Turniere seit 2010 ohne den weiter erkälteten und bereits abgereisten EM-Rekordchampion Timo Boll (Düsseldorf) gegen die zweitklassige Ukraine standesgemäß mit 3:0 durch.

Die Endplatzierung, die Bolls Klubkollege Patrick Franziska, der frühere EM-Dritte Bastian Steger und Ex-Meister Steffen Mengel sicherten, bedeutet für die Mannschaft von Bundestrainer Jörg Roßkopf nach der Vorrunden-Pleite das schwächste WM-Ergebnis seit Rang 17 vor 31 Jahren beim Wiederaufstieg in die erste Kategorie in Göteborg.

Nachdem die deutschen Damen trotz einer beeindruckenden Vorstellung in Malaysia im Viertelfinale ausgeschieden sind, kehren die Mannschaften des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) erstmals seit 2008 in Guangzhou ohne eine Mannschafts-Medaille von einer WM zurück.

Bolls fast kompletter Ausfall wegen seiner Erkältung hatte die Personalsituation in Roßkopfs Mannschaft schon kurz nach Turnierbeginn unerwartet verschärft.

Denn bereits vor der Abreise des DTTB-Trosses nach Fernost hatte der Weltranglistenvierte und Europameister Dimitrij Ovtcharov seine WM-Teilnahme wegen einer Rückenverletzung abgesagt. Am Freitag war außerdem der EM-Fünfte Ruwen Filus aus familiären Gründen vorzeitig heimgereist.

Schon Bolls Einsatz im wichtigen Gruppenspiel gegen Frankreich (1:3) hatte nicht den notwendigen Sieg bringen können. Danach verspielten die Weltranglistenzweiten ohne den zweimaligen Weltcupsieger gegen England (1:3) und Schweden (3:2) den Sprung in die Runde der besten Zwölf.

Durch das schwache WM-Resultat müssen die DTTB-Herren den Verlust ihres zweiten Platzes im Computer-Ranking befürchten. Damit droht den Ex-Europameistern für das bevorstehende Olympia-Turnier auch eine tiefere Setzung und damit ein Duell mit dem unschlagbar erscheinenden Weltmeister China womöglich schon vor dem Halbfinale.

In den Endspielen kommt es sowohl bei den Herren als auch bei den Damen zum Duell zwischen den übermächtigen Chinesen und Japan.

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