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Dimitrij Ovtcharov muss bei der EM unerwartet früh die Segel streichen © Getty Images

Für Dimitrij Ovtcharov ist die EM in Budapest schon wieder vorbei. Der Traum vom dritten EM-Gold in Serie platzt sensationell im Zweitrunden-Duell mit einem Polen.

Titelverteidiger Dimitrij Ovtcharov (Hameln/Orenburg) ist bei der EM in Budapest völlig unerwartet schon in der zweiten Runde gescheitert.

Der Weltranglistensechste verpasste durch eine sensationelle 2:4-Niederlage gegen den 39 Positionen tiefer geführten Polen Jakub Dyjas das Achtelfinale und musste damit die Hoffnungen auf das dritte EM-Einzelgold in Serie bereits begraben. 

Rekordchampion Timo Boll zog dagegen als einziger Deutscher locker ins Achtelfinale ein. Der siebenmalige Titelträger bezwang den Schweden Pär Gerell problemlos 4:0. 

Franziska kann Hoffnungen nicht erfüllen

Eine besondere Enttäuschung bedeutete das klare Zweitrunden-Aus des Saarbrückers Patrick Franziska, der seinen Anspruch als kommender Mann hinter Ovtcharov und Boll trotz des Sprungs ins Doppel-Viertelfinale (mit dem Dänen Jonathan Groth) wieder einmal nicht rechtfertigen konnte.

Da auch Hoffnungsträger Benedikt Duda (Bergneustadt) gegen den EM-Zweiten Marcos Freitas (Portugal) trotz großen Kampfes (3:4) erwartungsgemäß ausschied, ist plötzlich Altmeister Boll am Samstag trotz seiner schon 35 Jahre letzter Trumpf von Bundestrainer Jörg Roßkopf. 

So früh wie bei den laufenden Titelkämpfen in Ungarn war Ovtcharov in seinen sieben vorherigen EM-Einzelturnieren seit 2007 nur vor sieben Jahren in Stuttgart ausgeschieden. 

Deutsche Frauen in Topform

Für das Kontrastprogramm zur Tristesse bei den Herren des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) sorgten die Damen mit ihrem besten EM-Zwischenergebnis im Einzel seit 16 Jahren.

Das Quintett von Bundestrainerin Jie Schöpp ist in Ungarns Hauptstadt weiterhin ohne Niederlage und steht am Samstag geschlossen im Achtelfinale. Zuletzt standen 2000 bei der EM in Bremen ebenso viele DTTB-Spielerinnen in der Runde der besten 16.

Für das herausragende Ergebnis des Tages sorgte Ex-Meisterin Kristin Silbereisen (Kolbermoor) durch einen 4:1-Coup gegen die über 40 Plätze höher eingestufte Top-25-Spielerin und Ex-Titelgewinnerin Liu Jia (Österreich).

Vor den Einzel-Achtelfinals spielen außerdem beide Damen-Doppel im Viertelfinale sogar schon um Medaillen. 

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