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TABLE TENNIS-OLY-2016-RIO-GER-JPN
Dimitrij Ovtcharov steht in der nächsten Runde © Getty Images

Die erste Hürde auf dem Weg zum Titelhattrick ist genommen: Dimitrij Ovtcharov gibt sich bei seinem ersten EM-Auftritt keine Blöße. Auch Tim Boll und Co. dürfen jubeln.

Deutschlands Spitzenspieler Dimitrij Ovtcharov (Hameln/Orenburg) ist bei der Tischtennis-EM in Budapest erfolgreich ins "Unternehmen Titelhattrick" gestartet.

Beim ersten Großereignis nach seinen Rückschlägen bei Olympia (Viertelfinal-Aus) und Weltcup (Achtelfinal-Aus) fand der Weltranglistensechste in seinem Auftaktmatch beim 4:0 gegen den spanischen Außenseiter sicher in die Erfolgsspur zurück.

Auch der zu Saisonbeginn noch verletzt gewesene EM-Rekordsieger Timo Boll (Düsseldorf) meisterte seine Erstrunden-Aufgabe gegen den österreichischen Bundesligaspieler Daniel Habesohn (Mühlhausen) ohne Satzverlust. 

Ovtcharov besinnt sich auf Stärken

Ovtcharov hakte seinen standesgemäßen EM-Einstieg schnell ab: "Es war wichtig, gut ins Turnier zu kommen. So wenige Wochen nach Olympia ist Topform zwar nicht möglich, aber ich habe schon wieder einen besseren Rhythmus als am Monatsanfang beim Weltcup und besinne mich wieder auf meine Stärken. Ich glaube, dass ich auch ohne Bestform den Titel gewinnen kann. Aber ich muss nicht, dadurch mache ich mir auch keinen Druck", sagte der 28-Jährige.

Boll noch nicht wieder fit

Boll kommentierte seinen Auftaktsieg zufrieden.

"Ich bin nach der Nackenverletzung von Rio ja erst noch im Aufbau. Ich bin froh, dass es doch ganz gut geklappt hat, weil man mittlerweile auch schon in der ersten Runde aufpassen und voll konzentriert sein muss."

Die Erfolge von Ovtcharov und Boll rundeten für den Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) einen erfolgreichen "Großkampftag" zu Beginn der heißen EM-Phase ab.

Denn neben Olympia-Ersatz Patrick Franziska (Saarbrücken) und Benedikt Duda (Bergneustadt) zog auch das Damen-Quintett mit den topgesetzten Team-Olympiazweiten Han Ying (Tarnobrzeg), Petrissa Solja und Shan Xiaona (beide Berlin) ohne Auftaktpleite in die Runde der besten 32 ein.

Nur Mengel und Silbereisen trüben die Bilanz

Durch die Achtelfinal-Einzüge jeweils beider Kombinationen in den Doppel-Konkurrenzen stand für die DTTB-Teilnehmer eine Tagesbilanz von 13 Siegen in 15 Einsätzen zu Buche.

An beiden Dämpfern war Steffen Mengel (Bergneustadt) beteiligt. Im Einzel schied der ehemalige WM-Zweite mit der Mannschaft als einziger DTTB-Spieler in Runde eins aus. Zuvor war Mengel außerdem mit Kristin Silbereisen (Kolbermoor) als zweites und letztes deutsches Paar im Mixed-Achtelfinale gescheitert.

Durch ihr Aus muss der DTTB weiter auf die erste EM-Medaille im Gemischten Doppel seit der Bronzemedaille für die heutige Damen-Bundestrainerin Jie Schöpp (mit dem Griechen Ntaniel Tsiokas) beim EM-Heimspiel 2000 in Bremen warten.

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