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Es ist der größte Publikumspreis im deutschen Sport und auch dieses Mal haben fast 215.000 SPORT1-User mitgemacht.

In den drei Kategorien standen jeweils zehn Sportlerinnen, Sportler und Teams zur Wahl, die im "Super-Sportjahr" 2014 durch herausragende Leistungen brillierten.

Dabei gab es bei der Mannschafts-Wertung einen klaren Start-Ziel-Sieg von Weltmeister Deutschland, während bei den Männern Dirk Nowitzki erst kurz vor Weihnachten den bis dahin führenden Manuel Neuer überholte und danach seinen Vorsprung immer weiter ausbaute.

Spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen bei den Frauen

Am spannendsten war allerdings der Kampf um "Die SPORT1" bei den Frauen:

Vom Anfang an bis kurz vor Ende der Abstimmung lag Ski-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch in Führung und konnte passend zum Karriereende auf ihre erste Ehrung durch die SPORT1-User hoffen.

Doch kurz vor Schluss wurde sie noch von Andrea Petkovic überholt, die 2011 bereits den zweiten Platz belegt hatte.

Die 27-jährige Darmstädterin feierte 2014 drei WTA-Turniersiege, erreichte das Halbfinale der French Open und mit der Mannschaft das Finale des Fed-Cups.

Am Ende stand Petkovic mit 24,00 Prozent knapp vor Höfl-Riesch (22,78 Prozent), die in Sotschi Olympia-Gold in der Super-Kombination sowie Silber im Super-G gewonnen hatte.

Auf Platz 3 landete mit 13,88 Prozent Bahnradfahrerin Kristina Vogel, die WM-Gold im Sprint, Keirin und Teamsprint holte.

Seriensieger Nowitzki

Für Dirk Nowitzki war es bereits die fünfte Wahl nach 2002, 2004, 2007 und 2011.

Trotz des frühen Ausscheidens mit den Dallas Mavericks in den Playoffs gegen den späteren Meister San Antonio Spurs war auch das abgelaufenen Jahr für den 36-Jährigen erfolgreich:

Unter anderem würde der Power Forward zum 12. Mal für das All-Star Game nominiert und zum besten Ausländer in der NBA gewählt.

Anfang dieser Woche hatte Nowitzki zudem NBA-Legende Moses Malone überholt und belegt nun schon den siebten Platz in der ewigen Korbjäger-Bestenliste.

Deutlich hinter Nowitzki (37,47 Prozent) lag Neuer mit 26,69 Prozent aiuf Platz zwei. Der Nationaltorhüter gewann 2014 den WM-Titel mit dem DFB-Team, das Double mit dem FC Bayern und wurde als "Bester Torwart der Welt" geehrt.

Neuer ist neben Lionel Messi und Cristiano Ronaldo auch einer der drei Finalisten für den "Ballon d'Or", mit dem am kommenden Montag der Weltfußballer 2014 ausgezeichnet werden wird.

Platz 3 belegte mit 12,84 Prozent Triathlet Sebastian Kienle, der im Vorjahr als erster Deutscher seit 2006 beim Ironman Hawaii siegte.

Dritter Erfolg für das DFB-Team

Unangefochtener Sieger in der Teamwertung wurde die DFB-Auswahl - zum dritten Mal nach 2002 und 2006, dieses Mal allerdings zum ersten Mal als Weltmeister.

"Im Namen der Nationalmannschaft möchte ich mich für das Votum der SPORT1-User bedanken", sagte Teammanager Oliver Bierhoff:

"Der vierte Stern gehört dem deutschen Fußball, denn bis hin zum kleinen Verein haben alle einen Anteil an diesem Erfolg. Mir hat gefallen, wie unsere Mannschaft den Job erledigt hat. Diese Mischung aus kompromisslosem Arbeiten und familiärem Regenerieren, starkem Team und gelebter Individualität, klarer Leitung und offener Kommunikation - das war schon etwas ganz Besonderes. Das Votum der Fans zeigt: Die Nationalmannschaft ist das Team Deutschlands. Auszeichnung und Verantwortung - dafür werden wir auch 2015 alles geben."

Mit 18,53 Prozent landete Handball-Champions-League-Sieger SG Flensburg-Handewitt auf dem zweiten Platz.

Dritte wurden mit 14,18 Prozent die deutschen Volleyballer, die mit der WM-Bronzemedaille das erste Edelmetall bei einer Weltmeisterschaft seit 44 Jahren mit nach Hause brachten.

Seit 2002 veranstaltet SPORT1.de "Die SPORT1 - die Wahl der Fans", die auch bei den Sportlern aufgrund der großen Zahl der teilnehmenden User einen hohen Stellenwert hat.

Warum die Sieger neben Popularität und der Größe der Anhängerschaft "Die SPORT1" auch sportlich verdient haben, erklären drei Experten aus der Redaktion.

• Thorsten Mesch (Nationalmannschafts-Reporter):

Ehre, wem Ehre gebührt: Das DFB-Team ist nach dem Triumphzug von Brasilien völlig zu Recht mit Ehrungen überhäuft worden. Die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw hat nicht nur die Weltmeisterschaft gewonnen, sie hat noch viel mehr erreicht.

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Sie hat ein Land glücklich gemacht und in der ganzen Welt ein positives Bild von Deutschland abgegeben. Und das nicht nur beim schon jetzt legendären 7:1-Sieg im WM-Halbfinale gegen Brasilien.

Jogi Löw und seine Spieler haben vor allem gezeigt, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen. Ob Bayern oder Dortmunder - alle haben sich bei der WM dem Teamgedanken verschrieben.

Sogar in den Ländern der Ex-Weltmeister Spanien und Italien wurde voller Respekt von der "Mannschaft" gesprochen.

Und die hat nebenbei auch noch den besten Fußball gespielt - verdient gekrönt durch Mario Götzes goldenes Tor in der magischen Final-Nacht von Rio.

• Florian Pertsch (US-Sport-Experte):

17 Jahre in der besten Basketball-Liga der Welt. Der erste und einzige Deutsche, der in der NBA eine Meisterschaft gewonnen hat. Der erste und einzige Deutsche, der in der NBA zum wertvollsten Spieler der Saison und einer Final-Serie gewählt wurde.

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Und sogar in der eher durchwachsenen Vorsaison zum 12. Mal fürs All Star Game nominiert und von den General Managern zum besten Ausländer der Liga gewählt.

Dirk Nowitzki ist mit seinen 2,13 Meter nicht nur riesig - er ist "larger than life".

Der 36-jährige Würzburger ist Deutschlands Basketball-Botschafter in der Welt und überzeugt nicht nur durch seine Leistungen auf dem Feld. Bescheiden, demütig und immer höflich ist Nowitzki das Musterbeispiel eines Profi-Sportlers.

Den Titel 2011 wollte er zunächst allein in der Kabine feiern, abseits des Scheinwerferlichts.

Und wenn Nowitzki wie in dieser Saison in der ewigen Korbjägerliste ehemalige Stars überholt, bei denen Fans in den Staaten ehrfürchtig die Luft anhalten, dann preist das einstige "German Wunderkind" zunächst die Errungenschaften des eben Distanzierten.

Hakeem Olajuwon, Elvin Hayes und Moses Malone fielen Nowitzki, der jetzt mit 27.431 Punkten Platz sieben belegt, in dieser Saison zum Opfer - und wenn es mit seinen Dallas Mavericks so gut weiterläuft, dann muss auch Shaquille O'Neal bald dran glauben.

Nowitzki ist nicht nur einer der besten Europäer in der NBA, er ist einer der Besten, die je diesen Sport betrieben haben.

• Stefan Schnürle (Tennis-Experte):

Es ist nur anderthalb Jahre her, dass Andrea Petkovic kurz vor dem Karriereende stand. Nach zahlreichen Verletzungen scheitert sie bei den French Open in Paris bereits in der Qualifikation und überlegte, ob sie den Tennisschläger an den Nagel hängen soll.

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Petkovic entschied sich dafür, weiter zu kämpfen und wurde belohnt. Die Darmstädterin gewann 2014 gleich drei Turniere auf der WTA-Tour und zog bei den French Open ins Halbfinale ein.

Mittlerweile schnuppert "Petko" wieder an den Top Ten der Weltrangliste, wo sie zuletzt Ende 2011 zu finden war. Ihre größte Leistung vollbrachte Publikumsliebling Petkovic aber mit dem Nationalteam. Die 27-Jährige hatte großen Anteil am sensationellen Finaleinzug des deutschen Fed-Cup-Teams.

Nach Jahren der Qual ist sie wieder in der Weltspitze angekommen und peilt für 2015 ihr erstes Finale bei einem Grand-Slam-Turnier an. Sollte Petkovic verletzungsfrei bleiben, gelingt ihr dann vielleicht sogar der ganz große Coup und sie beendet die 16-jährige Grand-Slam-Durststrecke des deutschen Tennis.