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Michigan State v Louisville
Gavin Schilling spielt seine zweite Saison für die Michigan State Spartans © Getty Images

München - Die Michigan State Spartans wollen ihre Cinderella-Story weiterschreiben. Im Kampf um die College-Krone bekommt Gavin Schilling vor dem Duell mit Duke prominente Unterstützung.

Ein Deutscher, der sich in die Vereinigten Staaten aufmacht, um dort zum Basketball-Star zu werden.

Allein das reicht schon für die von den Amerikanern so geliebte Story vom Aschenputtel.

Doch auch das Team des deutschen College-Talents Gavin Schilling ist beim Final-Four-Turnier um den NCAA-Titel eindeutig in der Cinderella-Rolle.

Drei Ausnahmemannschaften haben sich für die Runde der besten Vier in Indianapolis qualifiziert: die Duke Blue Devils, die Kentucky Wildcats und die Wisconsin Badgers.

Schillings Team, die Michigan State Spartans, sind der Underdog im Quartett.

An Position sieben gesetzt starteten die Spartans ins March-Madness-Turnier und stehen jetzt im Halbfinale gegen die Devils von Star-Coach Mike Krzyzewski  (So., 0 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Entscheidung im Colts-Stadium

Im Football-Stadium der Indianapolis Colts treten Schilling und Co. gegen den viermaligen College-Champion mit zukünftigen NBA-Stars wie Center Jahlil Okafor an – und dennoch halten sich die Spartans nicht für chancenlos.

Denn im letzten Jahr triumphierte ebenfalls ein an Position sieben gesetztes Team: die Connecticut Huskies mit Nationalspieler Niels Giffey.

Zudem blicken die Spartans auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück, denn der März ist der Lieblingsmonat von Trainer Tom Izzo und wird in Lansing nicht "March" sondern "Izzo" genannt.

Im Jahr 2000 gewann der heute 60-Jährige mit den Spartans den Titel. Wenn Izzos Spieler auch 2015 das Netz abschneiden wollen, müssen sie vor allem Okafor stoppen.

Chicago im Lebenslauf 

Im Lebenslauf des Devils-Center findet sich eine Parallele zu Schilling. Okafor kam in Chicago zur Welt. Dort verbrachte auch Schilling sechs Jahre lang, schließlich stammt seine Mutter aus "Windy City". 

Im Gegensatz zu Okafor ist er aber ein echter Weltbürger. Schilling kam in München zur Welt, wuchs in Straßburg auf und verbrachte ein Jahr im berühmten Basketball-Internat der Urspringschule.  

Bei den Wohnort-Wechseln hat der 19-Jährige also Okafor einiges voraus. Dafür punktet sein prominenter Kontrahent unter dem Korb bei den Statistiken. Okafor kommt im Schnitt auf 17,7 Punkte und 9,0 Rebounds. Da kann Schilling nicht mithalten. Bei ihm stehen aktuell 5,2 Punkte und 3,9 Rebounds in der Statistik.

Doch sein Coach weiß, was er am deutschen Junioren-Nationalspieler hat. "Gavin hat großartige Fortschritte gemacht, zwischenzeitlich etwas nachgelassen, aber jetzt ist er wieder der Alte", sagte Izzo zuletzt.

Unterstützung durch Johnson

Die Spartans können beim Final Four auch auf prominente Unterstützung setzen. Basketball-Legende Magic Johnson gönnt dem Team den Titel.

Als sich Michigan State 1979 erstmals die College-Krone aufsetzte, verteilte der spätere Lakers-Superstar noch selber die Bälle. Nun sehnt sich Johnson nach dem dritten Titel eines Spartans-Teams.

Doch der Weg dorthin ist noch weit. Sollten Schilling und Co. Duke aus dem Weg räumen, wären sie im Endspiele wieder klarer Außenseiter.

Denn mit dem Wisconsin und Kentucky stehen sich im zweiten Halbfinale zwei Ausnahmeteams gegenüber.

Kentucky will die perfekte Saison  

Die Wildcats könnten für die erste perfekte Saison seit den Indiana Hoosiers im Jahr 1976 sorgen. Mit einer 38:0-Bilanz gehen sie in das Duell mit den Badgers (So., 2.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Wisconsin setzt auf das Senior-Duo Frank "The Tank" Kaminsky und Sam Dekker.

Mit den beiden hat Schilling vor drei Wochen schon Erfahrung gemacht. Im Championship Game der Big Ten gewannen die Badgers. Nun könnte es die Revanche geben - und das in einem Finale vor 70.000 Zuschauer in Indianapolis. 

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