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Alex Caruso war mit 25 Punkten Topscorer der Aggies
Alex Caruso war mit 25 Punkten Topscorer der Aggies © Getty Images

March Madness! Texas dreht im Finalturnier im College Basketball einen Zwölf-Punkte-Rückstand in der Schlussminute. Ein Badger lässt seinen inneren Stephen Curry erwachen.

Die Northern Iowa Panthers sahen im Zweitrundenspiel des Finalturniers im College Basketball (LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) gegen die Texas A&M Aggies wie der sichere Sieger aus.

Doch die Panthers (Nr. 11) fühlten sich mit einem Zwölf-Punkte-Vorsprung 44 Sekunden vor dem Ende offenbar zu sicher. Denn was danach passierte, zeigte wieder einmal, warum man von "March Madness" spricht.

Denn die Aggies (Nr. 3), die auch 30 Sekunden vor Schluss noch mit zehn Zählern hinten lagen, holten den Rückstand auf, retteten sich in die Overtime und gewannen schließlich nach zwei Verlängerungen mit 92:88 (71:71, 22:32). Damit buchte Texas A&M das Ticket für das Sweet 16 in California.

Die Teilnehmer am Achtelfinale "Sweet 16" stehen fest © SPORT1

Aggies vollbringen Wunder

"Das ist das verrückteste Spiel, bei dem ich je dabei war", sagte Alex Caruso, der mit 25 Punkten Topscorer war: "Einfach ein großartiges Spiel. Darum geht es im März."

Die Aufholjagd stellte sogar einen Rekord da. Die vorherige Comeback-Bestmarke in der NCAA lag bei elf Punkten, aufgestellt von UNLV (2005) und Canisius (2015).

Die Panthers, die erst durch einen Buzzer Beater von der Mittellinie durch Paul Jesperson in die zweite Runde gekommen waren, mussten sich wie im falschen Film vorgekommen sein. Der falsche Film beinhaltete aber auch eigenes Unvermögen.

Sage und schreibe vier Ballverluste leistete sich Northern Iowa in den letzten 44 Sekunden. Der letzte nach einem Einwurf führte zum Ausgleich durch einen Layup Admon Gilder 1,9 Sekunden vor Schluss.

"Wir wussten, dass es quasi unmöglich ist, aber wir haben uns gesagt, dass wir bis zum Ende kämpfen", meinte Danuel House (22 Zähler).

Für die Verlierer überragte Jeremy Morgan mit 36 Punkten und zwölf Rebounds.

(Alles zum US-Sport auch am Mi., 23.30 Uhr im Free-TV auf SPORT1 in Inside US Sports)

Koenig erweckt inneren Curry

Eine spannende Schlussphase hatte auch die Partie zwischen den Wisconsin Badgers (Nr. 7) und den Xavier Musketeers (Nr. 2) parat.

Die Badgers setzten sich mit 66:63 (30:33) durch und zogen ins Sweet 16 ein. Bronson Koenig wurde für den Vorjahresfinalisten zum Helden.

Der Scharfschütze glich zunächst 11,7 Sekunden vor dem Ende per Dreier zum 63:63 aus. Anschließend begingen die Musketeers ein Offensivfoul. Mit der Schlusssirene traf Koenig dann direkt vor der Bank seines Teams einen Distanzwurf im Zurückfallen zum Sieg.

"Ich habe versucht, meinen inneren Steph Curry zu erwecken", sagte Koenig, der 20 Punkte erzielte, in Anspielung auf den NBA-Dominator.

Koenigs Heldentaten ließen auch Ex-Badger Frank Kaminsky, inzwischen bei den Charlotte Hornets in der NBA aktiv, ausrasten.

Wisconsin trifft nun auf Notre Dame, das ebenfalls erst in letzter Sekunde gegen die Stephen F. Austin Luberjacks gewinnen konnte. Die Aggies duellieren sich mit Oklahoma um Buddy Hield, das VCU bezwang.

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