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Buddy Hield schneidet nach dem Viertelfinalsieg über Oregon das Netz ab
Buddy Hield schneidet nach dem Viertelfinalsieg über Oregon das Netz ab © Getty Images

München - Buddy Hield greift mit den Oklahoma Sooners bei March Madness (LIVE auf SPORT1 US) nach dem College-Titel. Der Triumph wäre das Ende einer einzigartigen Heldenreise.

Jetzt nimmt es der Junge von den Bahamas mit den ganz Großen auf.

Mit Buddy Hield hat "March Madness" seine Heldengeschichte. Der fantastische Scorer baute sich als Kind seinen Korb noch selbst, nun greift er mit den Oklahoma Sooners nach der Meisterschaft im College-Basketball.

Im Final Four warten die Villanova Wildcats (Sonntag, ab 0 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US).

Das Bracket der March Madness 2016 © SPORT1

Heldenreise beginnt auf Bahamas

Chavano Hield, von seiner Mutter Bud nach Bud Bundy aus "Eine schrecklich nette Familie" gerufen, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf den Bahamas auf. Aus Sperrholz und einer Kiste bastelte er sich seinen eigenen Korb, auf den er bis zum Sonnenuntergang spielte und von der großen Basketball-Bühne träumte.

Nun blicken die ganzen Bahamas auf ihren Landsmann, wie Charles Robins verriet. "Wir müssen nicht mehr Michael Jordan bemühen", sagte der Präsident des Basketballverbandes der Bahamas der USA Today: "Wir müssen nicht 'wie Mike sein'. Wir können 'wie Buddy sein'."

Und Hield könnte beim Final Four Geschichte schreiben: 67 Punkte fehlen dem 22-Jährigen, um Glen Rices Rekord von 184 Zählern im NCAA-Turnier 1989 einzustellen.

Erinnerungen an Curry

Spätestens seit den 37 Punkten und acht Dreiern im Viertelfinale gegen Oregon - vor den Augen von NBA-Legende Kobe Bryant - überstrahlt Hield alles.

Der Guard mit dem tödlichen Dreier (Quote 2015/16: 46 Prozent) liefert mit mehr als 29 Punkten im Schnitt eine March-Madness-Show ab, die es seit 2008 und einem schmächtigen Shooter des winzigen Davidson-Colleges nicht mehr gab: Steph Curry hieß der junge Mann.

"Seine Reichweite und die Würfe, die er versucht und trifft, sind mit dem zu vergleichen, was Steph Curry bei Golden State macht", zollt Villanovas Assistenztrainer Baker Dunleavy Respekt. "Wenn man das mit seiner Persönlichkeit und seinem Charakter kombiniert, macht ihn das zu einem Idol, einer College-Basketball-Legende."

Zukunft in der NBA

Einen Status, den er mit einem vorzeitigen Sprung in die NBA auf keinen Fall erreicht hätte. Hield hängte ein weiteres Jahr bei den Sooners dran und arbeitete konsequent an seinen Schwächen. "Er hat sich stetig zu einem großartigen Spieler entwickelt. Das geschah nicht über Nacht", sagte Teamkollege Jordan Woodard.

Der 22-Jährige schob zwei Extraschichten pro Tag ein und verbesserte sich noch einmal enorm. Mit seinen unfassbaren Leistungen spielte sich der Guard ganz nach oben auf die Liste der NBA-Teams und wird nun sogar als Top-5-Pick im NBA-Draft gehandelt.

"Ich war von Tag eins beeindruckt von seiner Leidenschaft für das Spiel und seiner Arbeitseinstellung", lobte ihn auch Head Coach Lon Kruger.

Beim Final Four kann sich Buddy Hield nun selbst belohnen und zu einem der ganz Großen werden.

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