München und Dallas - Die Ohio State Buckeyes verpassen dem Favoriten aus Oregon dank Ezekiel Elliott eine Abreibung, King James ist aus dem Häuschen.

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Die Ohio State Buckeyes haben im ersten Football-Playoff-Finale der NCAA-Geschichte mit einer 42:20-Klatsche gegen die favorisierten Oregon Ducks gewonnen.

Für Ohio State war es der erste Titel seit 2002 und der sechste insgesamt  (Alles zur US-SPORT auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

Mann des Abends war Running Back Ezekiel Elliott (246 Yards Raumgewinn), der die Ducks mit Heisman-Trophy-Gewinner Marcus Mariota quasi im Alleingang zerlegte.

Vier Touchdowns gingen auf das Konto des Sophomores und versetzten NBA-Superstar und Buckeyes-Fan LeBron James auf den Rängen des AT&T Stadiums in Dallas in Ekstase.

"Es war unser Traum, er ist wahr geworden"

"Es war unser Traum, er ist wahr geworden", erklärte Ezekiel, der zum Offensiv-MVP des Spiels gewählt wurde: "Mit allem, was wir in dieser Saison erlebt haben, ist das einfach nur verrückt. Das fühlt sich noch nicht echt an."

In den letzten drei Spielen gegen Wisconsin, Alabama und Oregon erlief 696 Yards Raumgewinn.

Cardale Jones, Ohio States Quarterback Nummer drei, sorgte für 242 Yards Raumgewinn, einen Touchdown-Pass und den neunten Sieg im neunten Duell der Buckeyes gegen Oregon.

Starke Quote

Jones warf vier Pässe über 20 Yards (bei 6 Versuchen), der beste Wert, den ein Quarterback in dieser Saison gegen die Ducks zustande brachte.

Nach dem Spiel gab es von "King James" eine dicke Umarmung für den Ersatzmann vom Ersatzmann.

Für Ducks-Spielmacher Mariota lief es mit 333 Yards und zwei Touchdown-Pässen sogar noch etwas besser, doch gegen Elliotts geballte Kraft kam Oregon nicht an.

"Wir mussten uns durch viele Situationen in dieser Saison kämpfen, aber es hat nicht ganz gereicht", so Mariota: "Es darf trotzdem nicht vergessen werden, was wir in dieser Saison erreicht haben."

Nervenstärke in Halbzeit zwei

Ohio State, das nach dem alten NCAA-Modus keine Chance auf das Endspiel gehabt hätte, bewies vor allem in der zweiten Hälfte große Moral, nachdem Oregon den 10:21-Halbzeitrückstand Mitte des dritten Viertels auf 20:21 verkürzen konnte.

Elliott antwortete im Verlauf mit drei Touchdown-Läufen über neun, zwei und ein Yard und machte den Kantersieg der Buckeyes klar.

Mariota legte im Finale gute Zahlen auf, doch seine Receiver ließen zu viele Bälle fallen und Oregon brachte sich wiederholt um eigentlich verdiente Punkte.

Die Unfähigkeit, Pässe zu fangen, sorgte bei Twitter für großen Spott. Die Hände der Receiver wurden mit diversen Gegenständen verglichen.

Doch nicht nur das eigene Unvermögen verhinderte einen Erfolg der Oregon Ducks.

Auch die O-Line der Buckeyes, besetzt mit einigen potenziellen NFL-Talenten, ließ extrem wenig zu (Beide Spiele der Conference Championships, Sonntag ab 21 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Der Leistung zollte sogar der unterlegene Gegner Respekt.

"Die sieben Spieler der O-Line sind unglaublich", so Oregons-Receiver Byron Marshall: "Wir haben zwar ein paar Möglichkeiten ausgelassen, aber sie haben großartig gespielt."

Defensive überragend, Offensive mit Elliott nicht zu stoppen.

Die Zweifel, ob Ohio State überhaupt in dieses Finale gehört hat, dürften nach dieser Vorstellung vollumfänglich beantwortet sein.

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