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Die Sängerin Lorde landete mit ihrem Hit "Royals" auf Platz eins der US-Charts

Kansas City - Vor der World Series zwischen Kansas und San Francisco kommt es zum skurrilen Scharmützel. Sängerin Lorde bekommt es zu spüren.

Das Prestige muss riesig sein, wenn selbst ein Radiosender einen Hit boykottiert. Am Dienstagabend starten die San Francisco Giants bei den Kansas City Royals in die World Series.

Und das 110. Saisonfinale der Major League Baseball (Mi., ab 1.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM), kein Zweifel, wirft seine Schatten auf skurrile Weise voraus.

Das bekommt nun das neuseeländische Pop-Sternchen Lorde zu spüren.

Royals mit MLB-Rekord

"Nichts für ungut, Lorde, aber für die Dauer der World Series ist KFOG eine 'Royals'-freie Zone. Das wirst du sicher verstehen", schrieb der Radiosender KFOG aus San Francisco bei Facebook und strich den mit Platin dekorierten und vor allem in den USA ungemein populären Lorde-Hit "Royals" kurzerhand von seiner Playlist.

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Die Kansas City Royals dürfte das nicht groß stören. Auf dem Weg in die World Series konnten weder die Oakland A's, die Los Angeles Angels noch die Baltimore Orioles dem Team von Manager Ned Yost eine Niederlage zufügen - dieser Lauf bedeutete MLB-Rekord (DATENCENTER: Die Major League Baseball).

Nach 29 Jahren kehren die Royals damit in die Finalserie zurück. Jetzt soll auch der zweite Titel nach 1985 her.

San Francisco hofft auf Superstars

"Das wird extrem hart", sagte Yost über die best-of-seven-Serie: "Aber die Spieler wissen, was die Fans all die Jahre durchmachen mussten. Sie wissen, dass es etwas Besonderes ist." (SERVICE: SPORT1 erklärt Baseball)

In San Francisco verlässt man sich auf die starke Form seiner Superstars Pablo Sandoval, Hunter Pence und Star-Pitcher Madison Bumgarner. Gemessen an den Ergebnissen aus der Vorjahren sind die Kalifornier Favorit - Manager Bruce Bochy führte das Team 2010 und 2012 jeweils zur Meisterschaft.

Radio-Sender aus Kansas antwortet

"Es ist aufregend. Entweder du gewinnst, oder du gehst nach Hause. Wir wollen dort einfach Spaß haben", sagte Sandoval, den die Fans des siebenmaligen Champions aufgrund seiner Statur liebevoll "Kung Fu Panda" nennen. Nur eine Anekdote unter vielen.

In Kansas City hat man übrigens die passende Antwort auf den Musik-Boykott aus San Francisco parat. "Mit uns spaßt man nicht", schrieb der Radiosender The Point: "Wir spielen 'Royals' jede Stunde - von morgen um 7 Uhr bis abends um 19 Uhr."

Die Spannung vor dem Finale ist beinahe greifbar - die lokalen Radiosender haben sich schon mal eingestimmt.

The Point "schießt zurück" schreibt der Kansas City Star:

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