vergrößernverkleinern
Die Cleveland Indians warten seit 1948 auf den Titel
Die Cleveland Indians warten seit 1948 auf den Titel © Getty Images

Im vierten Spiel der World Series gewinnt Cleveland auswärts deutlich und steht knapp vor dem ersten Titelgewinn seit 68 Jahren. Die Cubs drohen wieder leer auszugehen.

Die Cleveland Indians stehen vor dem Gewinn der World Series. Im vierten Finalspiel der Major League Baseball (MLB) gewann der zweimalige Meister bei den Chicago Cubs klar mit 7:2 und benötigt in der best-of-seven-Serie nur noch einen Sieg zum ersten Titelgewinn seit 1948.

Für die Cubs, die seit 1908 auf den Gewinn der World Series warten und vor der nächsten schmerzhaften Enttäuschung in ihrer fast schon tragischen Team-Historie stehen, war es bereits die zweite Niederlage der Finalrunde im legendären Wrigley Field.

In der Nacht auf Montag (ab 1 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US - jetzt abonnieren) benötigt Chicago an gleicher Stelle einen Sieg, um die vorzeitige Entscheidung noch abzuwenden.

Francona: "Nichts geändert"

"Es hat sich für uns nichts geändert, abgesehen davon, dass wir zum nächsten Spiel mit gepackten Taschen fahren. Danach geht es nämlich nach Hause, auf die eine oder die andere Weise", sagte Indians-Manager Terry Francona. Ein sechstes und siebtes Spiel würde jeweils in Cleveland stattfinden.

Vor 41.706 Zuschauern im altehrwürdigen Ballpark der Cubs ging Cleveland durch zwei Runs im zweiten Inning in Führung und machte im siebten durch einen Homerun des in einem Vorort von Chicago geborenen Jason Kipnis, durch den auch Coco Crisp und Raja Davis punkten konnten, zum 7:1 den Sack zu.

Boston als Chicagos Hoffnung

Die Statistik ist nun klar auf der Seite der Indians: Von 34 Teams, die seit der Einführung des derzeitigen Formats im Jahr 1925 in der World Series 3:1 geführt hatten, holten 29 auch den Titel. Zuletzt reichte ein solcher Vorsprung zehnmal in Folge.

In der World Series 1985 gaben zuvor die St. Louis Cardinals eine 3:1-Führung gegen die Kansas City Royals noch aus der Hand und verspielten mit drei Niederlagen den Titel. Mit Spiel sechs und sieben im fremden Stadion gelang ein solches Comeback 1979 den Pittsburgh Pirates gegen die Baltimore Orioles.

Cleveland sollte aber auch gewarnt sein: 2007 schieden die Indians nach einer 3:1-Führung noch gegen die Boston Red Sox im Halbfinale aus. Bostons Chefcoach war damals der heutige Indian Francona.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel