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General Manager Danny Ferry hat sich bei den Atlanta Hawks vorerst freistellen lassen
General Manager Danny Ferry hat sich bei den Atlanta Hawks vorerst freistellen lassen © getty

Im Zuge des Rassismus-Skandals bei den Atlanta Hawks hat sich General Manager Danny Ferry vorerst zurückgezogen.

"Heute Nachmittag hat mich Danny Ferry darum gebeten - und ich habe dem zugestimmt - ihn mit sofortiger Wirkung auf unbestimmte Zeit freizustellen", erklärte Geschäftsführer Steve Koonin am Freitag.

Ferry soll sich zuvor abfällig über den britischen Forward Luol Deng geäußert haben.

Der 47-Jährige sagte der Besitzergruppe der Hawks laut Medienberichten, Deng trage "einen kleinen Afrikaner in sich", was nicht unbedingt schlecht sei, aber der gebürtige Sudanese sei ein "zweigesichtiger Lügner und Betrüger".

Ferry betonte allerdings, er habe mit diesen Aussagen nur Kommentare anderer über Deng wiederholt.

"Ich habe diese Kommentare während eines Telefongesprächs wiederholt, als es um die Verpflichtung Dengs ging. Sie spiegeln nicht meine eigenen Ansichten wider", wird Ferry in einer Presseerklärung der Hawks zitiert.

Demnach soll Ferry nur Aussagen von Scouts wiedergegeben haben.

Bereits am vergangenen Wochenende war bekannt geworden, dass der Mehrheitseigentümer des Teams von Nationalspieler Dennis Schröder, Bruce Levenson, seinen Vereinsanteil wegen rassistischer Aussagen in einer E-Mail verkaufen werde.

Im Gegensatz zu Levenson scheint eine Rückkehr von Ferry allerdings nicht ausgeschlossen.

"Ich hoffe, diese Zeit abseits der Hawks gibt ihm die Ruhe, die er braucht, um aus seinen Fehlern zu lernen und den langen Prozess der Heilung zu beginnen", erklärte Geschäftsführer Koonin.

Während Ferrys Abwesenheit wird Head Coach Mike Budenholzer übergangsweise auch den Aufgabenbereich des General Managers übernehmen.

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