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Pau Gasol (l.) und Derrick Rose (m.) wollen LeBron James und die Cavaliers ärgern

Derrick Rose fordert mit den Chicago Bulls LeBron James' Cavaliers. SPORT1 macht den Favoritencheck in der Eastern Conference.

Cleveland hat aufgerüstet, Cleveland ist die Macht im Osten.

Mit LeBron James und Kevin Love stehen gleich zwei neue Superstars im Kader der Cavs, die NBA -Finals sind quasi schon gebucht (Alles zur NBA auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

Ja, alles richtig. Aber auch bei den Chicago Bulls gibt es zwei sehr namhafte Neuzugänge.

Pau Gasol hatte die Nase voll von "Kobe-Ball" und Strandfeeling und wechselte von den Lakers in die "Windy City" ? und dann ist da noch ein gewisser Derrick Rose (Bericht).

Der Guard ist nach seinen schweren Verletzungen endlich zurück auf dem Parkett und soll Chicago wieder zu einem Titelanwärter in der Eastern Conference machen (Ab dem 28. Oktober, die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Beim WM-Sieg im Sommer wirkte Rose noch etwas zaghaft, so recht wollte es in Spanien noch nicht klick machen.

Doch in der Preseason steigert sich der jüngste MVP aller Zeiten von Spiel zu Spiel.

Die Bewegungen sind vielleicht nicht mehr ganz so explosiv, doch dafür fällt der Dreier in den Vorbereitungsspielen schon recht erfolgreich.

Rose zur Seite stehen weiterhin die alten Weggefährten Joakim Noah, Kirk Hinrich, Taj Gibson und Jimmy Butler.

Mit Gasol besitzt Head Coach Tom Thibodeau nun aber ein zweiten Big Man, der im Gegensatz zu Defensiv-Monster Noah die offensive Last schultern kann und will.

Geheimwaffen von der Bank

Im Draft sicherten sich die Bulls zusätzlich noch ein paar echte Geheimwaffen, die richtig eingesetzt ordentlich Feuer von der Bank machen können.

Nikola Mirotic sammelte bei Real Madrid massig Euroleague-Erfahrung und wurde mit 22 Jahren MVP der spanischen ACB. Der 2,09-Meter-Riese besitzt neben unzähligen Post-Moves auch einen verlässlichen Dreier und kann das Bulls-Spiel in die Breite ziehen.

Zweiter Geheimtipp: Power Forward Doug McDermott.

Der Rookie wurde 2014 als 11. Pick von den Bulls im Draft ausgewählt und war in der vergangenen NCAA-Saison mit 26,7 Punkten der beste Scorer des Landes.

Cleveland hat also vielleicht die größeren Namen im Sommer abgeräumt, aber Chicago könnte den Cavaliers zumindest einen sehr harten Kampf liefern.

SPORT1 wirft vor dem Saisonstart einen Blick auf die Teams der Eastern Conference:

Cleveland Cavaliers

Chicago ist im Aufwind, aber die Klasse der Cleveland Cavaliers ist natürlich nicht von der Hand zu weisen (Bericht).

Die potenzielle Starting Five mit Kyrie Irving auf der Eins, LeBron James als Small Forward, Kevin Love als Powerforward und Anderson Varejao auf der Center-Position ist schon mehr als beeindruckend.

Dazu haben sich die Cavs mächtig Feuerkraft auf die Bank geholt. Shawn Marion, Mike Miller und Tristan Thompson sind absolute Trümpfe im Ärmel von Head Coach David Blatt.

Platz eins in der Eastern Conference werden Cavs und Bulls unter sich ausmachen. Dahinter wird es aber sehr interessant.

Toronto Raptors

In Kanada hat sich mit den Toronto Raptors in der vergangenen Saison ein ernstzunehmendes Team entwickelt. Das sollte sich auch in der Saison 2014/15 nicht ändern.

Der Kern des Teams mit DeMar DeRozan, Kyle Lowry und Jonas Valanciunas konnte gehalten werden, und so wird der Slogan "We The North" auch diesmal in den Playoffs skandiert werden.

Im Backcourt könnte es mit Lowry, DeRozan, Landry Fields, Greivis Vasquez und Neuzugang Louis Williams vielleicht etwas eng werden, aber wenn Head Coach Dwyane Case das Überangebot an fähigen Guards gut koordiniert, besitzt Toronto eine sehr ansehnliche Guard-Rotation.

Miami Heat

Für den NBA-Vizemeister stand im Sommer mit dem Abgang von Superstar James natürlich ein Zäsur an, nichtsdestotrotz haben die Miami Heat zumindest eine anständige - und mit Erfahrung ausgestattete - Truppe.

Dwyane Wade und Chris Bosh tragen ihr Talent auch in der Spielzeit 2014/15 am South Beach auf und ab und bekommen zumindest unter dem Korb fähige Verstärkung.

Josh McRoberts leistete in den vergangenen Playoffs mit Charlotte heftigen Widerstand gegen die "Heatles" und spielte sich so auf die Wunschliste von Head Coach Eric Spoelstra.

Mit den gesparten Moneten aus dem "King James"-Vertrag steht der Big Man mit den guten Händen nun bei Miami unter Vertrag und für Luol Deng war auch noch Geld da.

Am Ende des Tages kommt die Mischung zwar nicht an den Glamour-Faktor von "Miami Thrice" heran, aber mit Mc-Roberts, Deng sowie Danny Granger und Rookie Shabazz Napier hat Spoelstra einen tieferen Kader als letztes Jahr. Platz eins in der Southeast-Division sollte drin sein.

Washington Wizards

Miami im Südosten an der eins - und zwar unter einer Bedingung.

Wenn die Washington Wizards nicht den nächsten Schritt machen. Vergangene Saison hatten wenige die Wizards auf dem Schirm, doch die Kombination aus John Wall, Bradley Beal, Trevor Ariza und Marcin Gortat erwies sich als überaus schlagkräftig.

So weit, so schlecht, denn Beal fällt zum Saisonstart mit einer gebrochenen Hand aus, Ariza verdient sein Geld in Zukunft in Houston. Immerhin wurde der Vertrag mit dem "Polish Hammer" Gortat verlängert, Wall läuft sich in der Preseason auch langsam war.

Ganz untätig waren aber auch die Wizards nicht auf dem Spielermarkt. Paul Pierce hatte genug vom Big Apple und verabschiedete sich von Brooklyns Millionentruppe.

Wie viel Feuer noch in "The Truth" steckt, zeigte die erste Preseason-Partie gegen Chicago, als Pierce sich mit Noah anlegte und fast eine Keilerei auf dem Feld auslöste.

Atlanta Hawks

Dennis Schröder geht bei den Atlanta Hawks in seine Sophomore-Saison und wirkte in der Summer League deutlich verbessert.

Von den Coaches mit viel Verantwortung ausgestattet, machte der Point Guard in Las Vegas den nächsten Schritt. Ob er seine neuen Werkzeuge auch während der Saison aus dem Schrank holen darf, bleibt aber abzuwarten.

Jeff Teague wird weiter die Nummer eins bei den Aufbauspielern sein, doch dahinter ist ohne Lou Williams Spielzeit für den Braunschweiger frei geworden.

Sollte Al Horford nach seiner schweren Verletzung gut in die Saison kommen und mit Paul Millsap harmonieren, dann könnte für die Hawks im Südosten sogar etwas mehr als Platz drei hinter Miami und Washington drin sein.

New York Knicks

Die Knickerbockers befinden sich in einem Jahr des Umbruchs, und folglich sind die Fragezeichen hinter den New York Knicks zahlreich (BERICHT).

Ist Rookie-Coach Derek Fisher bereit, ein NBA-Team zu führen? Verstehen seine Spieler die komplizierte Triangle-Offense? Haben die Knicks Bock, zu verteidigen? Respektiert Superstar Carmelo Anthony die Doppelspitze Fisher und Phil Jackson?

Werden alle Fragen mit Ja benatwortet, schaffen die Knicks im Osten zumindest die Playoffs.

Lauten die Antworten Nein, dann wird die Saison ein Debakel und New Yorks Presse wird gnadenlos in den "Isiah-Thomas"-Modus schalten.

Charlotte Hornets

Totgesagte leben länger.

Charlotte mottet das "Bobcats"-Logo ein und fährt endlich wieder den Stachel aus - die Charlotte Hornets sind zurück in der NBA.

Ob das Team an die erfolgreichen Zeiten von Alonzo Mourning, Larry "Grandma" Johnson und Muggsy Bogues anknüpfen kann ist aber vorerst mehr als fraglich.

Mit McRoberts verließ ein Leistungsträger das Playoff-Team der letzten Saison, Lance Stephenson wechselte dafür aus Indiana zum Klub von Michael Jordan.

Zusammen mit Kemba Walker, Michael Kidd-Gilchrist und Star-Center Al Jefferson ist das alles recht vielversprechend, aber mehr als Runde eins dürfte auch dieses Jahr in der Postseason nicht drin sein.

Der Rest vom Schützenfest

Wessen Klub bis jetzt noch nicht erwähnt wurde, der muss auf den nächsten Zeilen stark sein.

Die Indiana Pacers und Brooklyn Nets sind nur noch ein Schatten der vergangenen Saison und auch wenn bei den Pacers Paul George früher als erwartet zurückkommt - die Playoffs werden ein verflixt hartes Stück Arbeit.

Dahinter stellen sich die restlichen Teams schon zu Saisonbeginn die Frage, Tanken oder nicht?

Die Detroit Pistons, Milwaukee Bucks und Orlando Magic kennen die Antwort noch nicht, die Boston Celtics kennen sie, wollen es aber noch nicht wahr haben.

Fehlt noch wer? Ach ja, die Philadelphia 76ers.

Philly hat die Antwort schon beim Draft mit einem Megafon in die weite Welt hinausposaunt. Nummer drei Pick Joel Embiid wird der Nerlens Noel 2.0, sitzt wohl die gesamte Saison auf der Bank und der Twitter-Account "@DidTheSixersWin" wird wieder in aller Munde sein.

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