Die Chicago Bulls untermauern in New York ihre Titelansprüche. Dennis Schröder bekommt bei Atlantas Pleite nur einen Kurzeinsatz.

Von Eric Böhm

München - Die Chicago Bulls haben einen Auftakt nach Maß in die neue NBA-Saison hingelegt.

Bei den New York Knicks gewann der Titelkandidat locker mit 104:80 (53:43) und vermieste damit Derek Fisher seinen Einstand als Cheftrainer.

Die Bulls dominierten von Beginn an und machten schließlich im dritten Viertel (31:17) alles klar. Neuzugang Pau Gasol (21 Punkte, 11 Rebounds) ragte heraus. Sixth Man Taj Gibson war mit 22 Zählern Topscorer (Alles zur NBA auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

"Heute lief es richtig rund. Dann sieht jeder, wie tief unser Team tatsächlich ist. Das war schon richtig gut", sagte der endlich wieder fitte Point Guard Derrick Rose ().

Selbst Legende Magic Johnson war von den Bulls beeindruckt.

Gasol nimmt Rose den Druck

Nach nur zehn Spielen in den vergangenen zwei Jahren meldete sich Ex-MVP Rose eher unspektakulär zurück.

Der Point Guard musste in der zweiten Hälfte nur noch sieben Minuten ran und verbuchte 13 Punkte sowie fünf Assists - mehr war gegen die indisponierten Knicks nicht nötig (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

"Ich denke, es nimmt ihm viel Druck von den Schultern. Denn wir haben eine Vielzahl von Waffen im Angriff. Er muss es nicht mehr allein erzwingen", analysierte Gasol.

In der Tat zeigten die Bulls auch ohne den noch verletzten Jimmy Butler (Daumenprobleme), warum sie im Osten als größter Konkurrent der Cleveland Cavaliers um LeBron James gelten.

Mirotic und McDermott debütieren

Vor allem der Frontcourt ist mit Gasol noch stärker geworden.

Gemeinsam mit Center Joakim Noah und Gibson, der seine Anwärterschaft auf die Auszeichnung zum besten Sixth Man der Liga untermauerte, dominierte der Spanier die Knicks ().

Dazu kam auch noch Zugang Nikola Mirotic von Real Madrid, der mit sieben Rebounds und fünf Punkten ein ordentliches NBA-Debüt gab. Der zweite Rookie Doug McDermott steuerte zwölf Zähler bei.

Stoudemire als Hoffnungsschimmer

Für Knicks-Präsident Phil Jackson war es kein schönes Wiedersehen mit dem Team, das er in den 90ern zu sechs Meisterschaften geführt hatte.

All-Star Carmelo Anthony (14) und Amare Stoudemire (12) waren die einzigen Knickerbockers mit zweistelliger Punktausbeute. "STAT" präsentierte sich erstmals seit Jahren wieder richtig fit und war der größte Hoffnungsschimmer in einem sehr schwachen Team.

"Am Anfang wird es schwer sein. Wir müssen für Siege sehr, sehr hart kämpfen, aber wir werden unseren Weg machen", sagte Fisher. Der dürfte in dieser Form aber in den Tabellenkeller führen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

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SPORT1 blickt auf weitere Partien der NBA aus der Nacht:

? Toronto Raptors - Atlanta Hawks 109:102

Derweil verlor Nationalspieler Dennis Schröder seinen Saisonauftakt mit den Atlanta Hawks 102:109 (52:60) bei den Toronto Raptors.

Schröder kam in nur vier Minuten Einsatzzeit auf je einen Punkt und Rebound. Kyle Korver (6 Dreier) und Jeff Teague lieferten mit je 20 Punkten gute Leistungen ab.

"Wir waren einfach nicht gut genug, um zu gewinnen", bilanzierte Rückkehrer Al Horford nach langer Verletzungspause. Bei den Raptors überzeugte Shooting Guard DeMar Derozan mit 15 Zählern, elf Rebounds und sechs Steals.

? Phoenix Suns - Los Angeles Lakers 119:99

Trotz 31 Punkten durch Legende Kobe Bryant kassierten die Los Angeles Lakers mit dem 99:119 (50:59) bei den Phoenix Suns bereits ihre zweite Niederlage.

Der Feuerkraft der Suns hatte der 16-malige Meister von Beginn an nichts entgegenzusetzen. Guard Eric Bledsoe lieferte bei den Gastgebern mit 16 Zählern, neun Assists sowie sechs Rebounds eine Topleistung ab, obwohl er schon gegen Ende des dritten Viertels nach dem zweiten technischen Foul Feierabend hatte.

Bryant störte die zweite Klatsche in Folge wenig. "Ich habe euch gesagt, ich bin wieder der alte. Ich fühle mich gut", feierte sich der 36-Jährige für sein erstes 30-Punkte-Spiel seit dem 12. April 2012 - die 25 Würfe, die er dafür brauchte, ließ er unerwähnt.

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