München und Dallas - Dallas legt gegen die Jazz los wie die Feuerwehr. Dirk Nowitzki und Parsons sind Topscorer. Die alten Meister werden gefeiert.

Die Dallas Mavericks haben im ersten Heimspiel den ersten Sieg der neuen NBA-Saison eingefahren.

Nach der Auftaktpleite bei Meister San Antonio Spurs (Bericht) setzte sich das Team um Dirk Nowitzki souverän mit 120:102 (69:44) gegen die Utah Jazz durch.

Das deutsche Aushängeschild war gemeinsam mit Neuzugang Chandler Parsons (beide 21 Punkte) Topscorer der einseitigen Partie (Alles zur NBA auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

"Unser Ziel ist es, unter die Top vier der Western Conference kommen. Um das zu schaffen, musst du zu Hause deinen Job machen. Das kling wie ein Cliche, aber es ist einfach wichtig", betonte Nowitzki (SERVICE: Der SPORT1-Nowitzki-Watch).

Harris will Angst beim Gegner schüren

In der vergangenen Saison kassierten die Mavericks 15 Heimniederlagen, nicht zuletzt deshalb mussten sie gleich in der ersten Playoff-Runde gegen den späteren Meister San Antonio ran.

"Das war in der letzten Saison ein großes Problem. Früher kamen die Teams mit Angst hier her. Diese Angst müssen wir wieder herstellen", forderte Devin Harris (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Der Combo-Guard scheint in die Rolle von Vince Carter als Sixth Man schlüpfen zu wollen und erzielte gegen Utah zwölf Zähler. Der Wille, das American Airlines Center wieder zur Festung zu machen, war dem Team vom Start weg anzumerken.

Chandler sorgt für Highlights

Bereits im ersten Viertel (36:20) trumpften die Mavericks gewaltig auf. Rückkehrer Tyson Chandler zeigte in seinem ersten Heimauftritt seit der Meisterschaft 2011 gleich drei spektakuläre Alley Oops.

Insgesamt gelangen dem Center 13 Zähler und sechs Rebounds. "Es ist unfassbar, wieder da zu sein. Ich liebe die Leute in Dallas. Ich war fast schon zu emotional", sagte Chandler.

Auch der tags zuvor verpflichtete Meisterspieler J.J. Barea (4 Punkte) erhielt bei seiner ersten Einwechselung stürmischen Beifall. "So nervös war ich lange nicht", gestand der kleine Spielmacher.

Ausgeglichene Mavericks

Utah lag bereits zur Pause hoffnungslos zurück, sodass Nowitzki nur 24 Minuten spielen musste. Forward Al-Farouq Aminu steuerte mit 16 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double bei.

Für die Gastgeber punkteten insgesamt sieben Spieler zweistellig. Brandan Wright schloss sich mit 14 Zählern Chandlers Dunking-Show an. Da konnte Monta Ellis (14 Punkte, 6 Assists) ebenfalls Kräfte schonen.

"Gegen uns hast du die Qual der Wahl, wer die Probleme machen soll. Wir haben viele Wege, die wehzutun", meinte Parsons.

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Parsons steigert sich

Der klare Aufwärtstrend des neuen Small Forwards im Vergleich zu seinem schwachen Debüt in San Antonio war die beste Nachricht des Pflichtsieges (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Ich wollte auf jeden Fall diesen ersten Eindruck wegwischen. So ein erstes Spiel willst du nie abliefern", erklärte Parsons, der auch noch sieben Rebounds sammelte.

Die neue Flexibilität im Backcourt und auf dem Flügel erlaubt Coach Rick Carlisle, sich immer perfekt auf den jeweiligen Gegner einzustellen.

"Wir haben zwei, drei total verschiedene Formationen, die funktionieren können", bestätigte Carlisle. In der Nacht auf Sonntag kann er bei den großen und athletischen New Orleans Pelicans (ab 0 Uhr LIVESCORES) weiter tüfteln.

Favors als Lichtblick der Jazz

Bei den Jazz lieferte der talentierte Big Man Derrick Favors (17 Punkte, 11 Rebounds) noch die beste Vorstellung ab.

"Es war hart, das waren heute zwei gute Playoff-Teams, aber wir müssen besser verteidigen", meinte der 23-Jährige.

Zumindest seine Einschätzung der neuen Mavericks mit altem Anstrich erscheint korrekt.

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