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Dirk Nowitzki wurde 2007 als erster Europäer zum MVP gewählt
Dirk Nowitzki wurde 2007 als erster Europäer zum MVP gewählt

München und Salt Lake City - Mit dem ersten Double-Double der Saison führt Dirk Nowitzki die Dallas Mavericks zum Erfolg in Utah und verlängert eine Serie.

Dirk Nowitzki hat gegen einen seiner Lieblingsgegner eine fantastische Leistung hingelegt.

Mit 27 Punkten und zehn Rebounds führte er die Dallas Mavericks zum lockeren 105:82 (52:44)-Erfolg bei den Utah Jazz und feierte sein erstes Double-Double der NBA-Saison (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Gegen die Jazz fühlt sich Nowitzki immer besonders wohl. Zwei seiner bis dato letzten drei 40-Punkte-Spiele schenkte er Utah ein. Für Dallas war es der siebte Sieg in Folge über das Team aus dem Mormonenstaat.

"Dirk wusste genau, wie wichtig dieses Spiel für uns war. Jeder sollte es lieber genießen, ihm zuzusehen. Denn es wird nie wieder jemandem wie Dirk Nowitzki geben. So etwas siehst du nur einmal im Leben. Er war heute fantastisch", schwärmte Coach Rick Carlisle.

Nowitzki lobt Verteidigung

Bereits vor der Paus initiierte der Finals-MVP von 2011 Scoring-Läufe der Mavericks, immer wenn die Jazz wieder herankamen, antwortete Nowitzki eiskalt.

Seine fünf Dreier (bei acht Versuchen) stellten ebenfalls Saisonrekord dar. Spätestens der 9:0-Start in die zweite Hälfte machte zum Zwischenstand von 61:44 alles klar (Alles zur NBA auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

"Die Defense war heute der Schlüssel. Bisher war sie immer über eine Hälfte ganz gut - nie über ein gesamtes Spiel. Wir wollten diesmal den Druck aufrechterhalten", analysierte Nowitzki.

Mavericks von LeBron James' Schicksal gewarnt

Insgesamt 23 Ballverluste der Jazz forcierten die Texaner und machten daraus 32 Punkte, außerdem gewannen sie das Rebound-Duell (42:41).

"Coach Carlisle hat vorher darüber gesprochen, dass wir hellwach sein müssten. Durch ihren Auftritt gegen Cleveland waren wir gewarnt. Das hat uns geholfen", sagte Nowitzki (SERVICE: Der SPORT1-Nowitzki-Watch).

Die Jazz hatten zwei Tage zuvor LeBron James und sein neues Starensemble überraschend geschlagen, konnten aber dem Offensivwirbel der Mavs nichts entgegensetzen.

Diesmal kein drittes Horror-Viertel

Im Unterschied zur Pleite am Abend zuvor in Portland (Bericht) brachten die Mavericks diesmal ihre Führung locker nach Hause, obwohl Chandler Parsons nur einen von elf Versuchen aus dem Feld traf. Den Forward plagte jedoch ein Magen-Darm-Infekt.

"Wir können nicht ständig durch die dritten Viertel schlafwandeln. Wir waren in jedem Spiel zur Pause im Geschäft und müssen jetzt immer mit der gleichen Wucht ins dritte Viertel gehen, wie zu Beginn", forderte Nowitzki.

In der Tat gewann Dallas erstmals in dieser Saison das dritte Viertel - bisher hatten sie es im Durchschnitt mit 21,2 zu 34 verloren.

Nowitzki jagt Olajuwon

Nowitzki hatte von Anfang an die Richtung vorgegeben. Mit vier Treffern innerhalb von fünf Ballbesitzen sorgte er für den starken 22:10-Start.

Den Konter der Jazz beantwortete der 36-Jährige mit weiteren drei Körben und einem tollen Pass auf Tyson Chandler zum 39:25.

Sein letzter Dreier zum 85:62 zu Beginn des Schlussabschnitts beseitigte alle Restzweifel. Mit nun 26.913 Punkten liegt Nowitzki nur noch 33 hinter Legende Hakeem Olajuwon auf Rang neun der ewigen Scorerliste.

Carlisle lobt

Neben Nowitzki überzeugten Center Tyson Chandler (15 Zähler, 13 Rebounds), Monta Ellis (13 Punkte, 6 Assists, 3 Steals) und Backup Brandan Wright mit zwölf Zählern.

Durch den vierten Sieg im sechsten Spiel setzte sich Dallas auf Rang sechs in der Western Conference fest. In der Nacht auf Montag kommen die Miami Heat (ab 1.30 Uhr LIVESCORES) ins American Airlines Center.

"Ich mag die Ausstrahlung dieses Teams. Der Ball läuft, und die Jungs haben heute offensiv und defensiv viel investiert", lobte Carlisle. Parsons ergänzte: "Wenn wir so verteidigen, hilft das auch unserer Offense."

Exum ordentlich

Für Utah gelangen dem australischen Rookie Dante Exum elf Punkte sowie fünf Assists. Die Gastgeber erholten sich aber nicht von ihrem Start aus der Distanz (0 von 10, am Ende 9 von 28 Dreiern).

"Dallas ist natürlich ein exzellentes Team im Angriff. Wir haben durch die Fehlwürfe dann in der Defense die Köpfe hängen lassen", meinte Jazz-Coach Quin Snyder.

Die jungen Big Men Derrick Favors und Enes Kanter (insgesamt 17 Rebounds) wurden zu selten gesucht, während die Mavericks ihren Viertel-Fluch vorläufig vertreiben konnten.

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