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Center Tyson Chandler konnte gegen Miami nicht alles unter dem eigenen Korb verhindern

Von Florian Pertsch

München/Dallas - Die Dallas Mavericks und Dirk Nowitzki haben ihren Aufwärtstrend nicht fortsetzen können und gegen den alten Rivalen Miami Heat mit 96:105 (44:55) verloren (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Gegen den NBA-Vizemeister kassierten die Mavericks die dritte Saisoniederlage, Dirk Nowitzki erzielte dabei 17 Punkte, sechs Rebounds, drei Assists sowie jeweils einen Block und Steal.

Verwirrung um ein technisches Foul

"Nach dem freien Tag haben wir heute schlecht ausgesehen und nie die Energie in unser Spiel bekommen. Wir sind den ganzen Abend einem Rückstand hinterhergelaufen, wir hatten nicht genug Feuer im Spiel", ärgerte sich Nowitzki (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Schon auf dem Feld machte der Würzburger seinem Unmut Luft.

Zu Beginn des Schlussabschnitts kassierte Nowitzki nach einer vergebenen Offensivaktion für eine angebliche Schiri-Schelte ein technisches Foul.

Der Power Forward bestand aber darauf, dass der Kommentar von Head Coach Rick Carlisle kam (Alles zur NBA auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

In der nächsten Partie könnte Nowitzki ein weiterer Meilenstein seiner Karriere winken. Der 36-Jährige benötigt gegen die Sacramento Kings in der Nacht auf Mittwoch (ab 2.30 Uhr LIVESCORES)17 Zähler, um in der ewigen Scorer-Liste der NBA an Hakeem Olajuwon auf Rang neun vorbeizuziehen. Aktuell steht Nowitzki bei 26.930 Punkten in seiner Karriere.

Miamis britischer Nationalspieler Luol Deng war an diesem Abend aber nicht zu stoppen und lieferte mit 30 Punkten seine bisherige Saisonbestleistung ab.

"Unser Plan ging heute sehr gut auf. Bosh und Wade wurden viel gedoppelt und wir wollten den Ball schnell passen", so Deng: "Das ergab viele freie Würfe, trotzdem müssen wir noch so viel verbessern."

Topscorer auf Seiten der Mavs war Guard Monta Ellis mit 23 Zählern, Center Tyson Chandler sorgte bei Dallas erster Heimniederlage für ein Double-Double (16 Punkte, 15 Rebounds).

Neuzugang und Topverdiener Chandler Parsons kam erneut nicht in die Partie (

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Lediglich vier Punkte brachte der Small Forward zustande, jenseits der 7,24-Meter blieb er bei vier Versuchen ohne Treffer.

"Es kann nicht sein, dass Miami hier in unsere Halle marschiert und mehr kämpft als wir", kritisierte Parsons die Leistung der Mavs.

Meisterfluch gegen Miami

Miami bleibt damit seit der Finals-Niederlage 2011 in sieben Duellen gegen Dallas ungeschlagen und steht mit einer Bilanz von fünf Siegen bei nur zwei Niederlagen auf Rang zwei der Eastern Conference.

Dwyane Wade (10 Assists) und Chris Bosh (10 Rebounds) brachten es bei Miamis weitestgehend ungefährdetem Sieg jeweils auf 20 Punkte.

"Das war soweit der beste Sieg in dieser Saison", erklärte ein zufriedener Wade: "Es war eine echte Herausforderung, sechs Spiel an neun Tagen zu spielen."

Nach dem ersten Rückstand zur Pause für Dallas in dieser Saison legten die Texaner zu Beginn des dritten Viertels zwar einen kleinen 10-Punkte-Zwischenspurt hin, doch Miami antwortete mit einem 12:2-Lauf und lenkte die Partie zurück in Richtung Auswärtssieg.

Auch wenn sich die Partie relativ deutlich gestaltete, der Rivalität und der Intensität tat dies keinen Abbruch.

Nicht nur Nowitzki kassierte ein technisches Foul, auch Chandler wurde bestraft.

Der Meister-Center geriet mit Mario Chalmers aneinander und wurde nach dem Kopf-an-Kopf-Wortgefecht mit Miamis Guard verwarnt.

Von außen heizte Mavs-Besitzer Mark Cuban das Geschehen noch ein bisschen an.

Seine Verachtung gegenüber dem Finals-Gegner der Jahre 2006 und 2011 hat sich auch nach dem Wechsel von LeBron James nach Cleveland nicht grundlegend geändert.

"Ich konnte die Heat schon vorher auf den Tod nicht ausstehen", erklärte Cuban: "Er hatte keinen Einfluss auf meine Gefühlswelt."

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