München und Charlotte - Dirk Nowitzki schließt zu einem legendären Trio auf, den Mavericks genügen gegen Charlotte zwei Viertel um den Sieg einzutüten.

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Die beste Offensive der NBA, der vierte Sieg in Folge, und Dirk Nowitzki feiert den nächsten Meilenstein seiner Karriere.

Die Dallas Mavericks reiten die Erfolgswelle munter weiter und siegen auch gegen die Charlotte Hornets locker mit 107:80.

Zwar hatte Nowitzki gegen das Team von Besitzer Michael Jordan mit 13 Punkten, fünf Rebounds sowie je einem Assist und einem Block einen eher ruhigen Abend, zu feiern gab es aber trotzdem etwas.

Denn der Würzburger erzielte seinen 27.000 Punkt für Dallas und ist damit erst der vierte Spieler in der NBA-Geschichte, dem dies für einen Verein gelungen ist (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Die anderen drei Profis sind Kobe Bryant, Karl Malone und eben Jordan.

"Es bedeutet mir unheimlich viel, dass ich das für einen einzigen Verein geschafft habe. Vor allem wenn man bedenkt, dass ich damals nicht wusste, was mich in Dallas erwarten wird", so Nowitzki, der jetzt bei 27.002 Punkten steht.

Das Spiel sorgte also mehr durch Nowitzkis nächsten Meilenstein als durch Spannung für Gänsehaut, denn bereits zur Halbzeit war Dallas mit 67:43 in Führung (Alles zur NBA auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

Zwar heißt das bei den Mavericks für gewöhnlich nicht viel, doch gegen die Hornets reichte eine solide zweite Hälfte, um den achten Saisonsieg (3 Niederlagen) in trockene Tücher zu bringen.

Topscorer der Mavs war Guard Monta Ellis mit 18 Punkten, Chandler Parsons lieferte 17 Zähler, neun Rebounds und sechs Assists ab.

Nowitzki durfte sich zum dritten Mal in Folge im letzten Viertel ausruhen und betrachtete das Geschehen höchst zufrieden von der Bank.

"Wir haben alle Punkte des Trainers erfüllt", so der 36-Jährige: "Wir haben unsere Angriffe sehr konsequent abgeschlossen."

Für Charlotte, das seine zweite Partie in Serie verlor, überzeugte lediglich Gerald Henderson mit 18 Punkten.

Center-Star Al Jefferson war bei Mavs-Big-Man Tyson Chandler (14/9) in guten Händen und brachte es nur auf sechs Punkte, fünf Rebounds und fünf Assists.

"Bislang hat es ja eher danach ausgesehen, dass wir offensiv sehr stark sind, aber in der Verteidigung noch etwas nachlässig sind", erklärte Meister-Center Chandler: "Sind wir aber auch defensiv auf der Höhe, ist das eine knallharte Kombination."

Head-Coach Rick Carlisle bremste die aufkeimende Euphorie der Texaner aber umgehend.

"Es sind erst elf Spiele gespielt, der Spielplan hat es gut mit uns gemeint. Wir haben noch gar nichts erreicht", stapelte Carlisle tief.

Besitzer Mark Cuban - zuständig für die emotionalen Aussagen in Dallas - wurde seiner Rolle gerecht und relativierte die Aussagen seines Trainers direkt.

Felton kann es kaum erwarten

"Ich weiß nicht, wie gut wir wirklich sind", so der extrovertierte Mavs-Boss: "Aber lasst euch eines gesagt sein. Wir erzielen 130 Punkte und ein paar unserer Spieler sind noch nicht mal richtig in Form."

130 Punkte waren es diesmal zwar nicht, aber Cubans Gefühl ist natürlich richtig.

Dallas ist mit 109,2 Punkten das beste Offensiv-Team der NBA und scheint langsam, die Flappsigkeiten in der Verteidigung abzulegen.

Ein Spieler, der noch gar nicht in die Rotation und die Geschicke der Mavericks eingreifen konnte, ist Ex-Knicks-Guard Raymond Felton.

Der erfahrene Spieler fehlte in den letzten Wochen verletzt und muss vor seinem ersten Einsatz noch eine Vier-Spiele-Sperre absitzen.

"Ich will diese ganze Geschichte endlich hinter mir lassen", erklärte Felton: "Die Sperre ist jetzt der letzte Schritt und dann kann ich endlich loslegen."

Die erste Partie für Dallas könnte der Point Guard am 24. November gegen die Indiana Pacers machen.

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