München - Dirk Nowitzki und Co. stellen die beste Offensive der Liga. Klubboss Marc Cuban sieht bei den Mavericks dennoch Luft nach oben.

Die Fans der Dallas Mavericks müssen lange suchen. Wenn sie die Liste der NBA-Topscorer durchforsten, finden sie ihren ersten Liebling erst an Position 21.

Dort steht Dirk Nowitzki mit 19,6 Punkten im Schnitt. Kobe Bryant, LeBron James und Carmelo Anthony im Ranking sind dem Deutschen und auch den anderen Mavericks-Spieler weit enteilt.

Dafür sind die Texaner in einer weiteren Rangliste Spitze. 109,8 - so viele Punkte schenken Dallas und Co. ihren Gegnern im Schnitt ein (Alles zur NBA auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports")..

Klare Erfolge im November

Kein Team trifft besser. Im November haben die Mavericks ihre Gegner förmlich aus der Halle: 123:70 gegen Philadelphia 76ers. 131:117 gegen die Minnesota Timberwolves. Wenn der NBA-Champion von 2011 auf das Parkett kommt, ist Spektakel garantiert.

Beim besten Scorer wechseln sich die Spieler artig ab. Mal führt Nowitzki die Mavericks an. Beim nächsten Spiel ist Monta Ellis an der Reihe. "The Mississippi Bullet" sammelt 18,4 Punkte im Schnitt (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Zudem haben die Texaner noch Chandler Parsons in ihren Reihen. Beim Zugang von den Houston Rockets ging es vor der Saison um ein paar Kilogramm Übergewicht. Nun lässt Parsons andere Zahlen sprechen, bringt sich mit durchschnittlich 14,3 Punkten wertvoll ein.

Schmutzige Punkte durch Chandler

Tyson Chandler komplettiert das Quartett der fleißigen Punktesammler. Auch beim Center stehen zwei Zahlen vor dem Komma. Chandler besorgt den Texaner die schmutzigen Punkte. Bei ihm stehen 11,5 Punkte in der Statistik.

Chandler legt aber auch den Finger in die Wunde. "Bislang hat es ja eher danach ausgesehen, dass wir offensiv sehr stark sind, aber in der Verteidigung noch etwas nachlässig sind", erklärte Meister-Center nach dem jüngsten Erfolg bei den Charlotte Hornets (Bericht) und ergänzte: "Sind wir aber auch defensiv auf der Höhe, ist das eine knallharte Kombination."

Carlisle weiß, worauf es in seiner Mannschaft ankommt. "Wir brauchen die Balance", sagte der Mavs-Headcoach: "Wir können nicht alles auf Dirks Schultern abladen. Jetzt sind wir in einer Position, in der wir unser Momentum und unsere Leistung aufrecht halten müssen."

Felton vor der Premiere

Dafür soll künftig auch Raymond Felton sorgen. Der Point Guard hat bislang noch keine Partie für Dallas bestritten. Erst fehlte er verletzt. Nun muss Felton seine Vier-Spiele-Sperre wegen illegalen Waffenbesitzes abbrummen.

Bei den Washington Wizards (Do., ab 1 Uhr LIVESCORES) muss der Routinier noch zuschauen. Die erste Partie für Dallas könnte Felton am 24. November gegen die Indiana Pacers machen.

"Ich will diese ganze Geschichte endlich hinter mir lassen. Die Sperre ist jetzt der letzte Schritt und dann kann ich endlich loslegen", verkündete der 30-Jährige vollmundig.

Euphorie bei Cuban

Solche Worte wird Marc Cuban gerne hören. Der gute Saisonstart mit acht Siegen aus elf Spielen hat den Mavs-Besitzer in eine Euphorie versetzt.

 

"Ich weiß nicht, wie gut wir wirklich sind", so Cuban zuletzt: "Aber lasst euch eines gesagt sein. Wir erzielen 130 Punkte und ein paar unserer Spieler sind noch nicht mal richtig in Form."

Es klingt danach, als würde der extrovertierte Mavs-Boss schon vom zweiten Titel in vier Jahren träumen.

Ein Blick auf die Statistiken der Vorsaison könnte als gutes Omen gewertet werden.

Dort musste die Fans der San Antonio Spurs lange suchen, um ihren Besten zu finden. Tony Parker stand nach der Regular Season auf Platz 41.

Am Ende schafften es der Franzose und seine Kollegen mit Teambasketball zum Titel.

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