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Dirk Nowitzki spielt seit 1998 für die Mavericks
Dirk Nowitzki spielt seit 1998 für die Mavericks © getty

München und Philadelphia - Gegen die Prügelknaben der Liga gönnt Dallas-Coach Rick Carlisle Dirk Nowitzki eine Pause. Es wird nicht das letzte Mal sein.

Es war an der Zeit für eine Pause.

Vier von 27 Dreierversuchen brachte Dirk Nowitzki in seinen letzten vier Partien für die Dallas Mavericks im Korb unter - nicht einmal 15 Prozent.

Und auch aus der Halbdistanz wackelte Nowitzkis Wurf in den letzten Partien ungewohnt. Head Coach Rick Carlisle reagierte: Beim 110:103 (58:51) gegen die Philadelphia 76ers musste Nowitzki zuschauen (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Carlisle: "Das einzig Richtige"

"Wir wissen, dass es das einzig Richtige ist", sagte Carlisle dazu: "Er muss heute Nacht aussetzen, und dabei ist es egal, gegen wen wir spielen. Er braucht die Pause."

Mit 36 Jahren bekommt Nowitzki die Belastungen der NBA-Saison mehr zu spüren denn je. Und angesichts der unbarmherzigen Western Conference droht den Mavericks trotz der starken Bilanz von 13:5 Siegen ein langer Kampf um die Playoff-Plätze (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Wir müssen bei Dirk dieses Jahr smart sein. Wir müssen langfristig denken, und so bekommen auch andere Spieler die Chance, ins Rollen zu kommen", unterstützte Center Tyson Chandler die Entscheidung seines Trainers.

Anzug statt Jersey

Und wann, wenn nicht gegen das schwächste und unerfahrenste Team der Liga? "Nicht böse gemeint, aber man fühlt, dass man gegen dieses Team nicht verliert", so Chandler.

So trug Nowitzki in der Samstagnacht einen blauen Anzug anstelle eines blauen Shirts. Vor seinen Augen reichte eine solide Leistung der Mavericks, um gegen den Prügelknaben der Liga den dritten Sieg in Folge unter Dach und Fach zu bringen.

76ers mit Negativrekord

Mit einem Double-Double (20 Punkte, 13 Rebounds) war Chandler bester Scorer der Texaner, bei denen insgesamt sechs Spieler zweistellig trafen.

Den 76ers, die auch ihr 16. Saisonspiel verlieren und so einen neuen Franchise-Negativrekord aufstellten, brachte Michael Carter-Williams' Triple-Double (18 Punkte, 10 Rebounds, 16 Assists) letztlich wenig.

Die Jungspunde der Liga - nur Luc Richard Mbah a Moute hat mehr als zwei NBA-Jahre auf dem Buckel ? zeigten sich immerhin im Vergleich zur 70:123-Abreibung gegen Dallas vor knapp drei Wochen verbessert (Alles zur NBA auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

Die Mavericks taten lange nicht mehr als nötig, verwalteten ihren früh herausgespielten Vorsprung, gerieten aber gut fünf Minuten vor Schluss noch einmal in Gefahr, als Philadelphia auf 94:98 verkürzte.

Ellis stellt Weichen auf Sieg

Doch Monta Ellis (18 Punkte, 4 Rebounds, 5 Assists), der seine ersten sieben Würfe allesamt verfehlte, vergrößerte das Punktepolster erneut und stellte so die Weichen endgültig auf Sieg.

Alles nach Plan also bei den Mavericks, auch ohne Dirk Nowitzki. Und Coach Carlisle kündigte an, dass es in dieser Saison wohl nicht die letzte Partie ohne den Würzburger war: "Es geht um die Gesamtsituation. Und es wird im Saisonverlauf noch mehrmals so kommen."

Am Dienstag bei den Chicago Bulls wird Nowitzki wieder dabei sein. Dort kann Carlisle einen fitten 12-maligen All-Star gut gebrauchen.

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