München - Dirk Nowitzki muss in der Kabine behandelt werden, beißt im letzten Viertel aber auf die Zähne. Dann erlegt er die Wahington Wizards.

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Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks haben auch die fünfte NBA-Partie in Folge gewonnen und die Washington Wizards mit 105:102 besiegt.

Nowitzki erzielte 13 Punkte, vier Rebounds, zwei Assists sowie einen Steal.

Der Würzburger sorgte in der sehr knappen Partie 1:37 Minute vor dem Ende beim Stand von 99:97 für Dallas für die Vorentscheidung (Die NBA LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Nowitzki verwandelte seinen dritten Dreier des Spiels und erhöhte auf 102:97.

"Ein unfassbarer Wurf", schwärmte Head Coach Rick Carlisle: "Auch wenn er keinen berauschenden Abend hatte, solche Würfe zeigen wie sehr er ein Spiel beeinflussen kann."

Besonders bemerkenswert daran, der 36-Jährige musste kurz zuvor noch in der Kabine am Knöchel behandelt werden, nachdem er auf dem Fuß eines Gegners umgeknickt war.

"Es war ein knappes Spiel. Wenn ich also halbwegs laufen kann, dann will ich auch auf dem Feld stehen", so Nowitzki: "Am Ende hat es sich wieder ganz gut angefühlt."

Der Routinier tat die Verletzung dann auch als Lappalie ab (Alles zur NBA auch bei SPORT1 im Free TV - Do. 18 Uhr "Inside US Sports").

"Ich habe mir nur leicht den Knöchel verdreht. Wie schon millionenmal in meiner Karriere", wiegelte Nowitzki ab: "Der Knöchel wurde neu getaped und es gab ein paar Pillen."

Topscorer des Abends war Monta Ellis mit 34 Zählern. Der Wirbelwind behielt nach Nowitzkis Dreier die Nerven und schraubte den Spielstand von der Freiwurflinie auf 104:99.

Ellis erzielte im ersten Viertel 18 Punkte, der beste Wert seit Februar 2012 als er noch für die Golden State Warriors spielte.

Beal feiert starkes Comeback

"Niemand außer ihm hatte in den ersten Minuten den Ball in den Händen. Damit konnte ich sehr gut leben", erklärte Wizards-Coach Randy Wittman.

Washingtons letzter Dreier durch Bradley Beal, der nach seiner Handgelenks-Verletzung zum ersten Mal wieder auf dem Feld stand, war eine Sekunde vor dem Ende nur noch Ergebniskosmetik.

Beal brachte es bei seinem Saisondebüt auf 21 Zähler und war damit Topscorer der Wizards. Superstar John Wall lieferte elf Punkte, elf Assists und sechs Rebounds ab.

Der 21-Jährige Beal präsentierte sich bei seinem Comeback in Topform, musste aber nach dem Abpfiff gestehen, dass er ziemlich fertig ist.

Head Coach Wittman war sichtlich erleichtert, dass sein Youngster so problemlos in die Saison zurückfand und auch Paul Pierce war sichtlich angetan.

"Es war toll, ihn nach der langen Verletzung wieder auf dem Feld zu sehen", so der Routinier der Wizards: "Es scheint so, als ob er direkt wieder bei 100 Prozent ist."

Glänzende Teamchemie in Dallas

Außer von Beal gab es für Washington aber wenig Hilfe von der Bank.

Auf Seiten der Mavericks sah es zwar auch nicht viel rosiger aus – Brandan Wright und J.J. Barea mit je 14 Punkten, doch auffällig war und ist die gute Teamchemie in Dallas.

Selbst Charlie Villanueva, der keine Sekunde auf dem Feld stand, bedankte sich bei seinen Kollegen für dieses Spiel.

Dallas klettert durch den neunten Saisonsieg im zwölften Saisonspiel auf Rang drei in der Western Conference und beendet die Mini-Auswärtsserie im Osten mit zwei Erfolgen.

Den gleichen Platz belegen die Wizards in der Eastern Conference mit ein Bilanz von sieben Siegen bei drei Niederlagen.

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